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Schüssel und Grasser kündigen rasche Hilfe an

Allen Helfern, die bei der Hochwasserkatastrophe in Österreich im Einsatz stehen, dankte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) am Montagabend in einer Aussendung.

„Da darf man nicht kleinlich sein. Österreich muss sich leisten können, zusammen zu stehen und ein Solidaritätsopfer aufzubringen“, erklärte Schüssel. Auch Finanzminister Karl-Heinz Grasser (F) betonte in der „ZIB 2“ Montagabend, dass es für die Opfer der Hochwasserkatastrophe eine „Sonderfinanzierung“ für die Schäden geben müsse.

Im Ministerrat am Mittwoch werde man aber auch in anderen Bereichen, etwa durch steuerliche Begleitmaßnahmen, ein Paket schnüren, so Grasser. Jetzt gehe es darum, in Kooperation mit den Ländern zu eruieren, wie hoch die privaten Schäden und jene an der Infrastruktur der Gemeinden sind. Budgetär habe man für eine derartige Jahrhundertkatastrophe im Katastrophenfonds natürlich nicht vorgesorgt.

Schüssel bekundete den Opfern der Katastrophe sein Mitgefühl. Ganz Österreich sei erschüttert über die drei Toten und das Schicksal der tausenden Menschen, „denen Hab und Gut geraubt wurde“, so Schüssel. „Wir trauern mit den Opfern und müssen alles tun, um zu helfen. Unser Dank gilt vor allem der unglaublichen Hilfsbereitschaft, der aktiv gelebten Nächstenliebe“, so der Bundeskanzler. Die Menschen hätten „unglaublich viel Tapferkeit und Mut gezeigt und verdienen unseren Zuspruch. Österreich kann stolz auf diese Leistung sein.“

„Materielle Hilfe ist jetzt notwendig – das steht außer Frage – ganz Österreich sollte in dieser Situation zusammenstehen“, betonte Schüssel. Er werde zur Vorbereitung weiterer Hilfsmaßnahmen so schnell wie möglich mit den Landeshauptleuten der am stärksten betroffenen Länder zusammen treffen. Am Mittwoch werde die Bundesregierung ein Hilfspaket schnüren, so Schüssel. Die 400 Millionen Euro, die derzeit pro Jahr im Katastrophenfonds zu Verfügung stehen, seien bisher vor allem für Vorbeugung verwendet worden.

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