Schule der Zukunft bekommt Konturen

Die Cluster erhalten durch Terrassen auch „Outdoor-Möglichkeiten“.
Die Cluster erhalten durch Terrassen auch „Outdoor-Möglichkeiten“.
Baufortschritt für die erste Etappe der neuen Volksschule Dorf in Lauterach liegt im Plan.

Lauterach (stp) „Halbzeit“ für die erste Etappe eines spektakulären Schulbauprojekts in Lauterach – gut vier Monate wird am Neubau gearbeitet, im März 2015 sollen die beiden Gebäude bezogen werden. Das Projekt nimmt Gestalt an und gibt einen Einblick in das Konzept, das hier umgesetzt wird: das Schulgebäude im konventionellen Sinn wird aufgelöst, die Klassenräume in einstöckigen Objekten (Cluster), die miteinander verbunden sind, situiert.

Viel Raum zur Entfaltung

Diese Konzeption eröffnet auch die faszinierende Möglichkeit, durch vorgelagerte Terrassen Platz für Outdooräumlichkeiten zu schaffen. Vor allem wird im derzeitigen Status des Baufortschritts auch deutlich, dass die Zeit eines großen Pausenplatzes vorbei ist. Das werden im neuen Konzept kleinere, den jeweiligen Cluster zugeordnete Plätze.

Alle großen Bäume gerettet

Viel Kreativität hat Arch. Dipl.-Ing. Wolfgang Feyferlik, der mit seinem Team den Wettbewerb gewonnen hatte, für den Erhalt der großen Bäume entwickelt. Es ist gelungen, die großen Bäume zu „retten“, indem auf Fundamente verzichtet wurde. „Diese hätten dazu geführt, dass die Wurzelstöcke schwer in Mitleidenschaft gezogen worden wären – ein Fällen der Bäume wäre unvermeidlich geworden“, erläuterte Palta Hazim bei einem VN-Lokalaugenschein im Sommer. Das Prinzip: eine rund einen halben Meter angehobene Bodenplatte vermeidet Eingriffe in den Boden und ermöglichte in teilweise Fertigteilbauweise auch eine Verkürzung der Bauzeit.

Neue Baumaßstäbe

Für diese Lösung sprach nicht nur die Schulkonzeption, wie Bürgermeister Elmar Rhomberg im Gespräch mit der VN erläutert: „Es wird nicht nur nach Fertigstellung des Neubaus eine völlig neue Schulkonzeption, wir setzen auch während der Bauzeit neue Maßstäbe. Diese Bauabwicklung ist so geplant, dass der Schulbetrieb möglichst ungestört weiterlaufen kann. Als willkommenen Nebeneffekt ergibt sich auch noch eine Einsparung in der Größenordnung von rund 800.000 Euro. „Diese Summe hätten wir aufwenden müssen, wenn wir während der Bauzeit den Unterricht in Containerklassen verlegt hätten. Das ist jetzt nicht erforderlich, weil wir Schritt für Schritt die neue Schule errichten und die nächste Bauetappe erst in Angriff nehmen, wenn wir schon einen Teil der Klassen in neue Gebäude umsiedeln können.“

Umzug zu Ostern

In der Praxis sieht dies so aus:

» Zu Ostern 2015 werden die Ferien genützt, um die ersten acht Klassen aus dem Nordtrakt in die ersten zwei neuen Gebäude zu übersiedeln.

» Dann beginnen die Vorbereitungen zum Abriss des Nordtrakts, um diese störenden Arbeiten in den Sommerferien durchführen zu können.

» Nach gleichem Muster werden anstelle des Nordtrakts zwei weitere Cluster für acht Klassen errichtet. Geplanter Umzug aus dem Haupttrakt ist zu Ostern 2016, wobei dies kein Muss ist, denn die Sanierungsarbeiten im Haupttrakt sollen erst mit Beginn der Sommerferien 2016 starten.

» Neben der Adaptierung des Haupttraktes wird auch die Sporthalle in dieser letzten Bauetappe erneuert.

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