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Schul-Campus wird vorbereitet

Die alte Volksschule Schendlingen wird einem Neubau weichen.
Die alte Volksschule Schendlingen wird einem Neubau weichen.
Gemeinsame Schule der Sechs- bis 14-Jährigen wird im Schul-Campus in Bregenz gelebte Realität.

BREGENZ. (fst) Heute und morgen tagt die Jury, um über 27 eingereichte Projekte für die gemeinsame Schule der Sechs- bis 14-Jährigen am Standort der heutgen Volksschule Schendlingen zu urteilen. Die Siegerprojekte können anschließend, am Samstag, 14. Juni, ab 13 Uhr, in der Sporthalle Schendlingen besichtigt werden. Zwei Tage lang sind aber vorerst die Experten an der Reihe. Sie werden die Projekte sichten, bewerten und schließlich prämieren: Im Frühjahr hatte die Stadt einen EU-weiten Architektur-Wettbewerb für den neuen Campus Schendlingen-Vorkloster ausgeschrieben.

69 Projekte eingereicht

„69 Projekte wurden eingereicht, 30 davon wurden schließlich für den Wettbewerb ausgewählt und 27 Architekten bzw. Architekturbüros haben sich letztendlich am Wettbewerb beteiligt“, berichtet Schulstadtrat Michael Rauth, der alle Bregenzer Schulen für die Zukunft fit machen möchte, „denn auf tragfähige Lösungen aus Wien wird man wohl noch eine Weile warten müssen“. Trotz all dieser Hindernisse hat die Stadt Bregenz mit den Schuldirektionen sowie mit ausgewählten Experten ein neues Schulkonzept erarbeitet. Es sieht eine bauliche und organisatorische Zusammenlegung von Mittel- und Volksschulen vor. Erstes Projekt ist nun der Campus Schendlingen-Vorkloster, mit neuem pädagogischen Ansatz.

Großteil neu errichtet

Auf dem 12.700 m2 großen Gelände bleibt nur die Dreifachturnhalle samt Nebenräumen stehen. Der Rest der Schule wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, in dem die VS Schendlingen und die Neue Mittelschule Vorkloster zum ganztägigen Lern- und Lebensort für bis zu 600 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren werden soll. „Geplant sind acht sogenannte ‚Cluster‘ mit je drei Klassenräumen, einer Gemeinschaftsfläche, Nebenräumen für den Lehrkörper sowie Garderoben und WC. Das Herz der Schule wird eine großzügige, multifunktionale Mensa sein. Außerdem sind Fachräume für verschiedene Unterrichtsfächer und eine Schulküche vorgesehen.

Ganzer Außenbereich neu

Ergänzt wird das Ganze durch einen Direktionsbereich sowie Raumangebote für soziale und ärztliche Betreuung und Sport. Schließlich wird auch der gesamte Außenbereich neu gestaltet. Vorgesehen sind drei räumlich getrennte Freiflächen, sowie eine Sportfläche für die Schüler, ein vorgelagerter Schulplatz und Fahrradstellplätze“, umreißt Rauth die Vorgaben für den Schul-Campus.Geplant ist, dass die einzelnen Cluster jahrgangsübergreifend geführt werden – so, wie in der „guten, alten“ Dorfschule, dass also jeweils drei Jahrgänge zu einem Cluster zusammengefasst werden, was einen individuellen, dem jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder angepassten Unterricht ermöglicht. „Natürlich könnten auch drei Klassen eines Jahrgangs in einem Cluster unterrichtet werden – die Entscheidung liegt beim Lehrkörper“, so Rauth. Er erhofft sich durch das neue Schulmodell, dass jenseits der Diskussionen über eine Gesamtschule Druck von den Gymnasien genommen wird, da die Kinder bis zu ihrer Ausschulung in vertrauten Umgebung individuell betreut werden können, ihnen aber der Weg nach der 8. Schulstufe in alle weiterführende Schulen bis zur Matura offen steht. Den Kostenrahmen für den Schulneubau gibt Rauth mit 24 Millionen Euro an. Im Idealfall, könnte noch heuer mit der Planung und im Herbst 2015 mit dem Bau begonnen werden. Die Fertigstellung wird für das Jahr 2017 anvisiert.

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