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Schüler als Müllaktivisten

Mit großem Engagement waren die Schüler nicht nur rund um ihre Schule, sondern auch entlang der Ache im Einsatz.
Mit großem Engagement waren die Schüler nicht nur rund um ihre Schule, sondern auch entlang der Ache im Einsatz. ©Schule
 Die S1a der ASO Dornbirn engagierte sich mit einer Müllsammelaktion für eine saubere Umwelt.
Müllsammelaktion ASO Dornbirn

 

Dornbirn. Im Einsatz für die Umwelt – fünf Wochen lang sammelten die sieben Schülerinnen und Schüler der S1a der ASO (Allgemeine Sonderschule) Dornbirn rund um ihr Schulgebäude, sowie in zwei Parks in der Nähe alles, was nicht auf den Boden gehört. Gemeinsam mit den Lehrpersonen Ursula Schifferer, Mirjam Böhler und Gerhard Tutschek stellten die Kinder mit Erschrecken fest, wieviel Müll jeden Tag aufs Neue auf dem Weg zu finden war. Besonders erschreckend fanden sie, welche Mengen an Zigarettenresten sie tagtäglich, auch unmittelbar vor dem Schulgebäude, aufsammelten – trotz Rauchverbotsschildern. „Es hat mich besonders geärgert, dass überall Reste von Zigaretten herumliegen, obwohl es so viele Abfalleimer gibt! Das Sammeln war sehr mühsam“, meinte Niklas.

Aber es gab auch Highlights. Dazu zählten unter anderem ein Kinderrucksack, ein rotes Fahrrad oder eine fast intakte Kinderbrille. „Wir haben viele interessante Dinge gefunden, darunter einen fast verbrannten Reisepass, ein rotes Fahrrad und Corona – zum Glück nur eine leere Bierflasche und nicht den Virus!“, erzählt Timo. Leider mussten die „Abfallexperten“ auch reichlich Lebensmittel aus allen möglichen Ecken und Gebüschen herausholen. „Wieso tut das jemand?“, eine Frage, die sie sich alle immer wieder stellten. „Ich würde mir wünschen, dass der Müll nicht mehr einfach auf unserem Schulhof oder in den Wiesen landet. Wir haben jeden Tag mehr als einen Sack voll Müll rund um unsere Schule gefunden“, stellte Benedikt fest.

Richtige Müllexperten

Die Schüler lernten in den ersten beiden Wochen auch, wie man richtig Müll trennt. Selbst die Materialien der Coronatests wurden fein säuberlich in ihre Bestandteile zerlegt und entsprechend entsorgt. Im Fach Werken entstand aus lauter Plastikflaschen ein neuer „Mitschüler“: „Roboti“, wie ihn die Kinder liebevoll tauften, wacht seit Kurzem über die Computerecke in der Klasse.

Den Abschluss bildete die große Flurreinigung entlang der Dornbirner Ache bis in die Achauen im Rohrbach. Einen ganzen Vormittag lang säuberten die Schüler mit ihren Lehrpersonen den Achdamm und belohnten sich mit einem gemeinsamen Pizzaessen in der Schulküche. „Unsere Kinder waren mit vollem Eifer über eine lange Zeit dabei, unsere unmittelbare Umgebung ein wenig sauberer zu machen. Seither fällt uns allen auf, wie sorglos viele mit Abfall umgehen. Unsere Kinder zeigten großes Engagement und wurden richtige Müllexperten!“, zollt Klassenvorstand Gerhard Tutschek seinen Schülern Respekt.

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