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Schüttelhandy erkennt Besitzer

Die Techniker des japanischen Telekom-Unternehmens KDDI haben ein System entwickelt, das Anwender an der Art, wie sie ihr Handy schütteln, identifizieren kann.

Die Entwicklung nutzt dabei jene Daten, die der im Mobiltelefon verbaute Beschleunigungssensor liefert. Eine Software vergleicht die Art des Schüttelns mit vorgespeicherten Profilen. Je nach Ähnlichkeit der einzelnen Parameter erkennt das System, ob es sich um den rechtmäßigen Benutzer handelt.

Die Identifizierung wird durch eine Reihe von individuellen Charakteristika möglich, berichtet das japanische Technikportal Tech On. So spielt die Länge der Arme ebenso eine Rolle wie die Muskelstruktur. Dazu kommen charakteristische Bewegungsmuster und die Art, wie das Mobiltelefon in der Hand gehalten wird. Aus diesen Parametern erstellt das Identifikationssystem ein individuelles Bewegungsdiagramm des Benutzers, erläutern die Entwickler von KDDI.

Für den Handybesitzer ist es überaus einfach, dieselbe Bewegung in gleicher Weise zu wiederholen. Hingegen ist es für jeden anderen nahezu unmöglich, das Schütteln zu kopieren, so die Techniker. Aus diesem Grund eigne sich das System zur sicheren Identifizierung eines Nutzers. Es sei ebenso zuverlässig wie jedes andere momentan existierende biometrische Identifizierungssystem. Die Fehlerrate des Schüttelsensors liegt bei vier Prozent, berichten die Entwickler. Wenn die exakten Bewegungsabläufe für die Aktivierung darüber hinaus unbekannt sind, sei die Rate noch deutlich niedriger.

Als Anwendungsbeispiele führen die japanischen Techniker verschlüsselte Ordner an, in denen der Benutzer auf seinem Mobiltelefon sensible Daten ablegt. Lediglich mit der richtigen Schütteltechnik kann wieder auf den Ordner zugegriffen werden. Als weitere Möglichkeit können durch die charakteristische Schüttelbewegung bestimmte Anwendungen gestartet werden. KDDI hat angekündigt, die Technologie in Feldexperimenten weiter testen zu wollen. Angaben über konkrete Produkte machte das Unternehmen nicht. Allerdings könnte die Integration des Features in ein Handy durch einfache Installation der Software ermöglicht werden. Einzige Voraussetzung ist das Vorhandensein eines Bewegungssensors.

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