Schröcken startet seine Bettenoffensive

Muxel und Natter kooperieren
Muxel und Natter kooperieren
Erstes Projekt eines ehrgeizigen Projekts wird derzeit im Ortsteil Oberboden umgesetzt.

Schröcken. (stp) Die touristische Entwicklung von Schröcken ist in der Zwickmühle: Die Dorfbahn, die einen direkten Zugang vom Ortszentrum ins Skigebiet schaffen soll, wird nur dann realisiert, wenn Schröcken sein Bettenangebot um mindestens 500 Betten erweitert, damit die Dorfbahn wirtschaftlich betrieben werden kann. Daraus entstand eine Pattsituation, denn die möglichen Investoren für die Bahn „warten“ auf zusätzliche Betten – und umgekehrt. Jetzt kommt jedoch Bewegung in diesen Stillstand, bei dem beide Seiten auf Aktivitäten des anderen warten: In Schröcken-Oberboden hat der Bau des „Alpin Chalet Schröcken“ begonnen, in einem Jahr – Sommer 2015 – ist die Eröffnung geplant. In zwei Gebäuden sind insgesamt zehn Wohneinheiten – zwischen 55 und 122 Quadratmeter groß – vorgesehen. Dazu eine Tiefgarage mit 14 Stellplätzen.

Auslösender Impuls?

Für Bürgermeister Herbert Schwarzmann verbindet sich mit dieser erfreulichen Entwicklung die Hoffnung, „dass dieses erste Projekt zu einem Impuls wird, der auch die Realisierung von zwei anderen Großprojekten auslöst.“ In der „Poleposition“ dafür ist derzeit wohl das Projekt „Alpenresidenz Falkenkopf“ mit 70 Appartements, Restaurant und Wellnessbereich. Wie berichtet, hat dafür Ende vergangenen Jahres die Bauverhandlung stattgefunden, nachdem zuvor lange um die Abklärung von Detailfragen – zuletzt ging es um die Zufahrt – gerungen wurde. Jetzt, so Schwarzmann, wären zwar alle Hürden aus dem Weg geräumt, mit einem Baubeginn sei nach seinen Informationen heuer nicht mehr zu rechnen. „Die Betreiber – hinter dem Projekt stehen drei Vorarlberger Unternehmer – sind jetzt auf der Suche nach Investoren und arbeiten gleichzeitig an den Detailplänen. Mit einem Baubeginn rechne ich nach Stand der Dinge erst im kommenden Jahr“, so Schwarzmann.

Großprojekt „Maisäßdorf“

Das größte Vorhaben ist das Projekt auf dem Areal des ehemaligen Hotels Mohnenfluh, das derzeit nur noch als Personalwohnhaus genutzt ist. Unter dem Arbeitstitel „Maisäßdorf“ wird hier seitens der Grundstückseigentümergesellschaft ein Maisonette-Konzept mit rund 200 Zimmern geplant, bei dem die Häuser in Gruppen zu Höfen angeordnet werden. Offen ist dabei allerdings noch einiges, etwa die Frage, ob die ehemalige „Mohnenfluh“ saniert und adaptiert werden soll oder komplett abgerissen wird. Für Schwarzmann gilt auch hier: „Wir hoffen, dass der Anfang der Bauaktivitäten auch hier anspornt.“

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