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Schottland: Land der dicken Kinder

Ausgerechnet in Schottland, das als Synonym für Genügsamkeit gilt, leben nach einer Studie anteilmäßig die meisten dicken Kinder der Welt - noch vor den USA.

Die Schotten würden bei der Kinderfettleibigkeit sogar den Junk-Food-Weltmeister USA auf den zweiten Platz verweisen, berichtete die britische Zeitung „The Times“ am Dienstag. Grund für die „beunruhigenden Zahlen“ der Regierungsstudie unter Zwei- bis 15-Jährigen, die jetzt vom britischen Amt für Statistik (ISD) veröffentlicht wurde, sei neben dem massenweisen Verzehr von Billignahrung bei vielen Kindern in Schottland ein erheblicher Mangel an Bewegung.

„Der Anteil jener Kinder, die übergewichtig oder gar fettleibig sind, ist in Schottland in allen Altersgruppen höher als erwartet und oft doppelt so groß wie anderswo im Vereinigten Königreich“, sagte ein ISD-Sprecher. Den Angaben zufolge sind zum Beispiel 34,1 Prozent der Zwölfjährigen in Schottland übergewichtig – im Vergleich zu 30 Prozent der amerikanischen Altersgenossen. Fettleibig und damit deutlich stärker von Folgekrankheiten bedroht als die „Normal-Dicken“ seien in Schottland 19,4 Prozent der Kinder dieser Gruppe, während es in den USA 16 Prozent seien, warnten die britischen Statistiker.

Warum ausgerechnet in Schottland Kinder noch mehr ungesunde Billignahrung zu sich nehmen und sich noch weniger körperlich betätigen als in anderen Teilen Großbritanniens und den meisten anderen Industriestaaten der Welt, erklärte die Studie nicht. Es sei allerdings ermittelt worden, dass Übergewicht und Fettleibigkeit nicht nur in den ärmsten Bevölkerungsschichten, sondern auch unter Kinder der Mittelklasse weit verbreitet sind.

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