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Schnittstelle vom Wort zur Tat

Die Referenten des Abends: Marina Fischer, Dorothea Glöckle, Florian Kasseroler, Gerlind Weber und Birgit Werle.
Die Referenten des Abends: Marina Fischer, Dorothea Glöckle, Florian Kasseroler, Gerlind Weber und Birgit Werle. ©Elke Kager Meyer
Walgau wird zur „Klimawandel-Anpassungsmodellregion“ – Infoabend zeigte konkrete Schritte
Klar

„KLAR!“ steht für Klimawandel-Anpassungsmodellregion. Ein etwas sperriger Begriff, der ein Förderprogramm des österreichischen Klima- und Energiefonds sowie dem Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus beschreibt. Ziel dabei ist es, Gemeinden und Regionen zu unterstützen, sich mit den Folgen des Klimawandels zu befassen und sich dadurch vor den Risiken zu wappnen, aber auch mögliche Chancen auszuloten. Der Nenzinger Bürgermeister und Regio-im-Walgau-Obmann Florian Kasseroler erklärte gleich zu Beginn des Abends an einem konkreten Beispiel: „Laut Prognose wird beispielsweise Wien in wenigen Jahren Temperaturen haben, wie sie momentan etwa in Barcelona gemessen werden. Das bringt Chancen mit sich, beispielsweise für den Tourismus, aber auch Risiken wie etwa Naturkatastrophen.“ Um den Klimawandel zu verlangsamen müssen alle an einem Strang ziehen: „Es muss und bewusst werden, dass nur ein gemeinsamer Einsatz zum Ziel führt – auch wenn beispielsweise politische Entscheidungen nicht unbedingt populär sind.“

Was tun?

Die Regio im Walgau startet dieses Jahr als KLAR!-Region. „Ein starkes Bekenntnis von 14 Gemeinden, gemeinsam mit dem Land Vorarlberg etwas für den Klimaschutz zu bewegen“, freute sich die Geschäftsführerin der Regio im Walgau, Birgit Werle, über das große Interesse von politischen Mandataren und der Bevölkerung. Ein besonderes Highlight im Rahmen des Info-Abends war das Referat von Universitätsprofessorin Gerlind Weber von der BoKu Wien. „Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie die Vermeidung des Klimawandels sind für mich siamesische Zwillinge – das eine geht nicht ohne das andere“, machte sie bewusst. Gefordert sei einerseits eine vorausschauende Gestaltung der Lebensräume, aber auch die genauere Betrachtung von treibhausrelevanten Entscheidungen. „Die Bodenversiegelung zerstört dessen Funktion als Treibhausgas-Speicher.“

Wirkung für die Zukunft

Was viele Zuhörer nicht wussten: „Die Weltmeere sind die größten Speicher von Treibhaus-Gasen, aber an zweiter Stelle folgen schon die Böden – noch vor der Atmosphäre.“ Heutige Entscheidungen wirken weit in die Zukunft hinein. „Klimaschutz erfordert die Intervention auf vielen Handlungsebenen.“ Die Raumplanung versage im Moment noch beim Klimaschutz, in den Gemeindestuben werden nach wie vor oft kurzfristige, ressourcenverschlingende Entscheidungen gefällt. Als positives Beispiel nannte sie andererseits die Planung von Grüngürteln sowie die Bepflanzung bei Straßen- und Bauprojekten. Das erklärte Ziel, eine drastische Reduzierung von Energie- und Materialeinsatz bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent, sei eine große Herausforderung, das eine Veränderung des Lebensstils aller mit sich bringe. Ein wichtiges Handlungsfelder sei neben der Mobilität auch der Bodenverbrauch. Die Regio im Walgau – und hier speziell die für das Projekt verantwortliche KLAR!-Managerin Marina Fischer – erstellt in einem ersten Schritt auf Basis der regionalen Klimadaten ein Konzept zur Klimawandel-Anpassung, daraus werden konkrete Maßnahmen erarbeitet, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden.

Umfrage: Ihr Resümee über den Abend?

Vielfältig, herausfordernd, aber machbar. Wenn sich alle gemeinsam auf den Weg machen, ist eine positive Veränderung in Bezug auf Klimaschutzmaßnahmen möglich. Ich freue mich über das große Interesse am Info-Abend, das zeigt den Willen zu verändern.

Birgit Werle, Geschäftsführerin Regio im Walgau

Dass so viele Leute aus verschiedensten Bereichen an diesem Abend dabei waren, zeigt ihr großes Interesse. Als KLAR!-Managerin freue mich darauf, an der Umsetzung der geplanten Maßnahmen mitzuarbeiten und dadurch Großes zu bewirken.

Marina Fischer, KLAR!-Managerin

Wie erwartet war der Abend voll interessanter Vorschläge. Es ist hier notwendig, über den eigenen Schatten zu springen und Themen aufzugreifen, die vielleicht noch nicht mehrheitstauglich sind, aber in wenigen Jahren schon von großer Relevanz sind.

Florian Kasseroler, Obmann Regio im Walgau

Ich bin überzeugt davon, dass wir hier als Regio den richtigen Weg eingeschlagen haben. Dass wir diesen mit ganzer Kraft weitergehen, ist aus meiner Sicht ein Muss für alle Gemeinden und Regionen. Eine große Herausforderung, die einschneidende Maßnahmen mit sich bringt.

Herbert Greussing, Vize-Bürgermeister Nenzing

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