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Schloss Hofen: Keine Schmälerung des Studienangebots

Lochau - Am Rande der 60. Nobelpreisträgertagung in Lindau am Sonntag, 27. Juni, trafen sich Landesrätin Andrea Kaufmann und Wissenschaftsministerin Beatrix Karl zu einem Gespräch. Die Landesrätin deponierte dabei den Wunsch des Landes, Lehrgänge universitären Charakters weiterhin durchführen zu können - der Bildungsstandort Schloss Hofen wäre davon nachhaltig betroffen, sagte Kaufmann: "Diese Lehrgänge bilden ein sehr wichtiges und volkswirtschaftlich auch erfolgreiches Weiterbildungssegment für Berufstätige." Lehrgänge würden sich verteuern, die Einrichtung der Lehrgänge schwieriger.

Die Novelle zum neuen Qualitätssicherungsgesetz für das Hochschulwesen sieht derzeit die Abschaffung der Lehrgänge universitären Charakters vor. “Für Vorarlberg würde das einen spürbaren Rückschritt und den Verlust der Flexibilität im Hinblick auf die Einrichtung und die Kosten neuer Lehrgänge in Vorarlberg bedeuten” – Das Gespräch zwischen Wissenschaftsministerin Karl und Landesrätin Kaufmann verlief deutlich positiv. So signalisierte Ministerin Karl, dass das Qualitätssicherungsgesetz in der Neufassung, welches im Sommer in Begutachtung gehen soll, die Weiterführung der Lehrgänge universitären Charakters weiterhin beinhalten werde.

Lehrgänge universitären Charakters

Schloss Hofen führt seit 18 Jahren Lehrgänge universitären Charakters durch und erfüllt damit höchste Qualitätsansprüche. Das Bildungsangebot richtet sich an Berufstätige im Bereich der Wirtschaft, dem Sozial- und Gesundheitsbereich, dem Kultur- und Bildungsbereich.

Bei einem gänzlichen Entfall ohne Ersatzangebote könnten vielerlei Lehrgänge in Schloss Hofen nur noch in direkter Partnerschaft mit einer Universität durchgeführt werden. Die Fachhochschule Vorarlberg kommt als Träger nur bei Lehrgangsangeboten in Frage, welche im Bereich der Studienangebote der Fachhochschule angesiedelt sind (Wirtschaft, Technik, Soziales und Gestaltung). Das gesamte Angebot im Bereich Gesundheit, Medizin, Psychologie, Recht oder auch andere Bereiche werden von der Fachhochschule Vorarlberg nicht abgedeckt. Diese müssten in Partnerschaft mit einer Universität durchgeführt werden und würden eine Verteuerung für die Teilnehmer mit sich ziehen.

Standorte ohne eigene Universität sind daher gegenüber Universitätsstandorten klar benachteiligt. “Im Sinne der Bestrebungen von Life-Long-Learning sollte daher jedenfalls die Möglichkeit bestehen bleiben, Weiterbildungsangebote in Form von akkreditieren Lehrgängen, welche zu einem akademischen Abschluss führen und höchste Qualitätsansprüche erfüllen, einzurichten,” stellte Landesrätin Kaufmann nochmals fest.

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