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Schlaganfall - Gesund leben – Risiko minimieren

Ein gesunder Lebensstil trägt dazu bei das Schlaganfallrisiko zu reduzieren.
Ein gesunder Lebensstil trägt dazu bei das Schlaganfallrisiko zu reduzieren. ©Fotolia
Der Schlaganfall ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache in Österreich. Das bedeutet, dass jährlich ungefähr 24.000 Österreicherinnen und Österreicher einen Schlaganfall erleiden.

Anlässlich des internationalen Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai informiert die Neurologische Reha der aks gesundheit über Möglichkeiten der Schlaganfallvorsorge und der möglichen Therapie nach einem Schlaganfall. Ein Schlaganfall trifft die betroffene Person wie aus heiterem Himmel. Die Ursachen entstehen jedoch nicht von heute auf morgen.

Was passiert beim Schlaganfall?
Bei einem Schlaganfall ist die Blutversorgung und damit die Sauerstoffversorgung im Gehirn gestört. Dadurch kommt es zu einem plötzlichen Ausfall bestimmter Funktionen des Gehirns. Ursache kann ein Verschluss einer Gehirnarterie durch ein Blutgerinnsel (Hirninfarkt) oder der Austritt von Blut ins Hirngewebe (Hirnblutung) sein.

Warnsignale ernst nehmen
Eine möglichst schnelle ärztliche Versorgung im Krankenhaus ist bei Verdacht auf Schlaganfall wichtig. Durch spezielle Medikamente ist es in vielen Fällen möglich das Gehirn vor einem dauerhaften Schaden zu bewahren, oder bleibende Schäden zu minimieren. Rufen Sie sofort die Rettung, sollten Sie bei sich oder Ihrem Angehörigen plötzlich Symptome wie Sehstörungen, Sprach- und Sprechstörungen, Lähmungen, Taubheitsgefühl, Schwindel, Gangunsicherheit, starken Kopfschmerz, Schluckstörungen oder Orientierungsstörungen bemerken. Auch wenn diese Symptome nur kurz andauern, sollten diese Warnsignale ernst und umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Das Risiko aktiv minimieren
Das zunehmende Alter und genetische Veranlagung sind Risikofaktoren für einen Schlaganfall, die wir nicht beeinflussen können. Andere Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Blutgerinnungsstörung, Herzfehler, Diabetes mellitus und Störungen des Fettstoffwechsels sind beeinflussbar. Jeder beziehungsweise jede Einzelne kann durch einen gesunden Lebensstil aktiv dazu beitragen, das Schlaganfallrisiko zu senken.

Leben mit Schlaganfall
Durch einen Schlaganfall verändert sich das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen von einem Moment auf den anderen. Viele Betroffene stehen vor völlig neuen Herausforderungen. Um diese Herausforderungen zu meistern und trotz möglicher Beeinträchtigungen durch den Schlaganfall am Leben teilhaben zu können, bieten die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Therapeutinnen und Therapeuten aus den Bereichen Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie der aks gesundheit Neurologische Reha Unterstützung nach der Behandlung im Krankenhaus. Die individuellen Ziele der Betroffenen stehen dabei im Mittelpunkt. Die Therapie findet zu einem großen Teil zu Hause statt – dort wo das Leben stattfindet.

Der Weg zur aks gesundheit
Die Angebote der aks gesundheit für Betroffene können über Zuweisung durch einen Arzt / eine Ärztin (Reha Schein) in Anspruch genommen werden. Pro Therapie-Einheit wird ein Selbstbehalt von 8 Euro verrechnet und maximal 80 Euro im Monat. Die Angehörigen-Angebote können ohne Zuweisung besucht werden.

 

Factbox – Schlaganfall Vorbeugungsmaßnahmen

Ausreichend bewegen: Bei körperlicher Aktivität wird unser Körper mit mehr Sauerstoff versorgt. Die Gefäße bleiben elastisch, Blutdruck und Zuckerstoffwechsel werden positiv beeinflusst.

Gesund ernähren: Eine Gewichtsabnahme und niedrige Cholesterinwerte können das Risiko für Bluthochdruck und Arteriosklerose deutlich senken. Dadurch sinkt das Schlaganfallrisiko.

Kein Nikotin, kein Alkohol: Das Schlaganfall-Risiko sinkt um 25 – 50 Prozent.

Regelmäßig Blutdruck messen: Je höher der Blutdruck, umso höher ist das Risiko für einen Schlaganfall.

Verordnete Medikamente: Wer vom Arzt Medikamente gegen Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Blut-Gerinnungshemmer verschrieben bekommt, muss diese gewissenhaft einnehmen.

Blutzuckerspiegel im Blick haben: Durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel werden die Wände der Arterien angegriffen.

 

 

 

 

 

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