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Schießerei in Mäder

Mäder - Mit einer Gaspistole schoss ein Arbeitsloser (17) seinem Freund (19) mitten ins Gesicht. "Inzwischen haben wir uns aber wieder vertragen", beteuerte er vor Gericht.

Im Dezember kam es in Mäder zwischen dem 17-jährigen Arbeitslosen und dem 19-jährigen Lehrling zu einem Streit, der schließlich eskalierte.

„Er stürmte in mein Haus, war außer sich vor Wut und warf mir vor, ich hätte seine Pferde aus dem Stall gelassen”, erzählt der 17-Jährige am Donnerstag vor dem Landesgericht.

Als sein Stiefvater noch energisch versuchte, den ungebetenen Gast aus dem Haus zu bugsieren, griff der Arbeitslose schon zu seiner Gaspistole.

„Mein Schuss war ein Reflex, weil er mich in den Bauch getreten hatte.” Er habe gar nicht groß nachgedacht. „Alles ging so schnell.” Der schießwütige Bursche verletzte seinen Freund mit zwei Splittern im Gesicht.

Der 19-Jährige wollte den Vorfall aber nicht ungestraft auf sich sitzen lassen. „Er rief mich am nächsten Tag an, und drohte, er würde mit mehreren Leuten vorbeikommen, um mich zusammenzuschlagen”, erinnert sich der 17-Jährige.

Der Lehrling will die Drohung im Prozess zunächst nicht zugeben. Nach mehrmaligem Nachfragen räumt er dann aber doch ein, dass er solch einen Satz gesagt haben könnte.

Der 17-Jährige fällt noch unter das Jugendstrafrecht: Die Körperverletzung kostet ihn 360 Euro Geldstrafe. Sein Kollege wird wegen gefährlicher Drohung zu einer Geldbuße von 200 Euro verurteilt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

„Inzwischen sind wir aber wieder gute Freunde”, beteuert der Arbeitslose grinsend, dessen Gaspistole jetzt übrigens vom Gericht eingezogen wird.

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