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Scheidender Propst von St. Gerold kritisiert Kirche

©VN/Zellhofer
St.Gerold - Laisierte Priester sollten "unbedingt" zurück in den Dienst der Kirche geholt werden. Diesen Appell richtete P. Nathanael Wirth, OSB, der scheidende Propst von St. Gerold im Großen Walsertal (Bezirk Bludenz), am Karsamstag an Papst und Bischöfe.

Die in den Laienstand versetzten Priester hätten eine entsprechende Ausbildung, es sei “Unrecht” und “zum Nachteil der Kirche”, dass geweihte Männer etwa wegen Nichteinhaltung des Zölibats ihren Dienst am Altar, im Unterricht und anderen Bereichen nicht ausüben dürften.

Solch kritische Worte äußerte der im Herbst 2009 nach über 50 Jahren scheidende Propst Nathanael im Samstagsinterview von ORF Radio Vorarlberg. Die seit über 1.000 Jahren zu Einsiedeln gehörende Propstei St. Gerold hat P. Nathanael Wirth 1958 als Fast-Ruine übernommen und seither zu einem überregional bekannten spirituellen und kulturellen Begegnungszentrum ausgebaut und etabliert. Das Programm spannt sich von Kursen für Lebenshilfe, Management und Meditation bis zu Konzerten, Lesungen, Theateraufführungen und Ausstellungen. Zudem ist in der Propstei ein Hippotherapiezentrum für Behinderte angesiedelt. P. Nathanael geht im Sommer 2009 in den Ruhestand und kehrt in sein Stammkloster nach Einsiedeln zurück. Die Propstei St. Gerold übernimmt der 37-jährige Pater Kolumban Reichlin, der 1993 im Kloster Einsiedeln die Profess abgelegt hat.

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