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Schau mit Werken des Künstlers Leopold Fetz im Palais Thurn &Taxis

Präsentierten die Sommerausstellung der Landeshauptstadt Bregenz im Palais Thurn & Taxis: Hermann Fetz, Kulturamtsleiter Wolfgang Fetz, Bürgermeister Markus Linhart, Kulturstadträtin Judith Reichart, Kurator Thomas Schiretz und Lukas Fetz (v.l.).
Präsentierten die Sommerausstellung der Landeshauptstadt Bregenz im Palais Thurn & Taxis: Hermann Fetz, Kulturamtsleiter Wolfgang Fetz, Bürgermeister Markus Linhart, Kulturstadträtin Judith Reichart, Kurator Thomas Schiretz und Lukas Fetz (v.l.). ©Markus Gmeiner
Bregenz, 7. Juli 2015 – Anlässlich des 100. Geburtstags von Leopold Fetz (1915 – 2012) zeigt die Landeshauptstadt Bregenz im Rahmen der Sommerausstellung eine breit angelegte Retrospektive seines künstlerischen Werks im Palais Thurn & Taxis.

Die Schau unter dem Titel „Leopold Fetz | Zeichner – Maler – Holzschneider“ von 11. Juli bis 23. August umfasst neben Ölbildern und Holzschnitten auch Zeichnungen und Aquarelle.

Leopold Fetz ist einer der bekanntesten bildnerischen Künstler Vorarlbergs. Mit der Sommerausstellung „Leopold Fetz | Zeichner – Maler – Holzschneider“ im Palais Thurn & Taxis gedenkt die Landeshauptstadt Bregenz von 11. Juli bis 23. August dem gebürtigen Bregenzerwälder. Er wäre im November dieses Jahres 100 Jahre alt geworden.

„Bregenz gilt als besonderer Ort für Kunst und Kultur. Mit der diesjährigen Sommerausstellung werden wir diesem Ruf einmal mehr gerecht“, ist Bürgermeister Markus Linhart überzeugt. „Es freut mich ganz besonders, mit Leopold Fetz einen Künstler präsentieren zu dürfen, der 1954 in Bregenz eine neue Heimat fand. Er hielt die Stadt, den Bodensee sowie die Menschen in vielen Bildern fest.“

Unterschiedliche Schaffensphasen
Es ist die bislang umfassendste Ausstellung, die sich Leopold Fetz widmet. Sie zeigt einen Querschnitt seiner vielseitigen Werke und beleuchtet seine künstlerische Entwicklung. „Wir haben versucht, alle seine Schaffensphasen exemplarisch mit Werken darzustellen“, erklärt Kurator Thomas Schiretz vom Kulturamt Bregenz. Eindrucksvoll präsentiert werden auch die verschiedenen Techniken, die Leopold Fetz anwendete: Zu sehen sind neben Ölbildern und Holzschnitten auch Zeichnungen und Aquarelle. Die Einzelausstellung zeigt rund 160 Arbeiten von Leopold Fetz – einige davon sind im Rahmen der Sommerausstellung erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen.

An der Ausstellung und dem Katalog mitgearbeitet haben auch Hermann und Lukas Fetz, die beiden Söhne des Künstlers. „Wir wünschen uns, dass sich möglichst viele Besucherinnen und Besucher an der Zusammenstellung der Arbeiten unseres Vaters erfreuen mögen“, bringen es die beiden im Sinne ihres Vaters auf den Punkt. Er habe nämlich immer wieder gesagt: „Wenn ich reden wollte, wäre ich Schriftsteller geworden. Ich bin aber Maler geworden.“

Seine sichtbare Welt
Die Wahl der Motive ist geprägt von der Umgebung des Malers. Die Ideen dafür brachte er von Zuhause bzw. seinen Reisen mit. Menschen, Tiere und Landschaften dominieren seine Werke und spiegeln die unterschiedlichen Lebensphasen wider: Militärdienst in Flandern und Frankreich, Kriegsgefangenschaft in England, Studienreisen nach Spanien, Griechenland, Ägypten, Frankreich und Russland sowie seine Heimat Talstein/Reuthe, Schwarzenberg und Bregenz.

„So wie ein Musiker täglich auf seinem Instrument üben soll, so soll auch der Maler zeichnen“, konstatierte der Künstler einmal. „Die Zeichnungen von Leopold Fetz zaubern aus einem Strich Gegenden, Gesichter, die sich einprägen und bleiben. In seiner Malerei komponiert er mit einer Farbakkordik und mit immer neu gefundenen Grundharmonien“, beschreibt Kulturamtsleiter Wolfgang Fetz. Aquarelle und Zeichnungen dienen auf Reisen als „Fotoapparat“ und sind gezeichnete Schnappschüsse. Seine Holzschnitte sind klar und auf das Wesentliche reduziert.

Wertschätzung
Mit der Retrospektive „Leopold Fetz | Zeichner – Maler – Holzschneider“ gedenkt und dankt die Landeshauptstadt Bregenz einer der bekanntesten Künstlerpersönlichkeiten des Landes. „Auch dieses Jahr ist es gelungen, mit einer spannenden Sommerausstellung einem hochtalentierten Vorarlberger unsere Wertschätzung entgegenzubringen“, so Kulturstadträtin Judith Reichart und ergänzt: „Kunst ist bereichernd und eröffnet uns ungeahnte Sichtweisen.“

Limitierte Leuchten-Edition
Die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen, war Leopold Fetz immer ein großes Anliegen. Mit einer limitierten Leuchten-Edition, deren Erlöse zum Teil den Flüchtlingen in Alberschwende zugutekommen, wird dieses Engagement auch nach seinem Tod fortgesetzt. Anna Claudia Strolz hat gemeinsam mit den Söhnen Lukas und Hermann Fetz drei Holzdruckstöcke aus dem Nachlass ausgewählt. Mit den Motiven wurden jeweils 33 exklusive Lampenschirme gestaltet, die von Dietmar Fitz vom Textildruckmuseum Mittelweiherberg bedruckt wurden. Die 100. Leuchte bekommt Angelika Schwarzmann, die Bürgermeisterin von Alberschwende, für eine Versteigerung zur Verfügung gestellt.

Die Sommerausstellung der Landeshauptstadt Bregenz im Palais Thurn & Taxis „Leopold Fetz | Zeichner – Maler – Holzschneider“ wird am 10. Juli 2015, um 20 Uhr, eröffnet und endet am 23. August. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten und Zitaten von Thomas Schiretz, Thomas Moosbrugger, Herbert Albrecht, Hubert Matt, Albert Graf-Bourquin, Norbert Mayer und Hermann Fetz.

Info: www.fetz.at

„Leopold Fetz | Zeichner – Maler – Holzschneider“,
Sommerausstellung der Landeshauptstadt Bregenz im Palais Thurn & Taxis
Wo:
Palais Thurn & Taxis, Gallusstraße 10, 6900 Bregenz
Eröffnung: Freitag, 10. Juli 2015, um 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 11. Juli bis 23. August 2015
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr, sonntags von 10 bis 18 Uhr
Kontakt & Information: Telefon +43 5574 410 1511, Mail kultur@bregenz.at

 

 

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