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Schatzer: Bilanz nach bestem Gewissen erstellt

Die BAWAG hätte seines Erachtens nach wohl nicht 350 Mio. Euro in eine einzelne Veranlagungsform investiert, sondern vielmehr eine Risikostreuung angestrebt, erklärte der frühere Leiter der Bilanzabteilung bei der BAWAG, Robert Schatzer.

Es sei klar gewesen, dass die Bank nie bereit war, mehr auf ein Risiko zu investieren. Denn der Verlust einer so großen Position hätte das Haus “nahe an den Ruin gebracht”. Flöttl habe damals versichert, das Risiko durch die Uni-Bonds sei “überschaubar und gering”.

Es sei nicht nur ihm klar gewesen, dass die BAWAG nicht bereit war, ein höheres Risiko einzugehen, sagte Schatzer. Er nehme an, dass es in diesem Punkt entsprechende Richtlinien gegeben habe. Die Bilanz sei aus damaliger Sicht “nach bestem Wissen und Gewissen” erstellt worden. Heute könne er das nicht mehr in dieser Form sagen. Denn “die Frage nach der Bewertung der Bilder stellt sich schon”. Er sei definitiv überzeugt davon, dass ihm Zwettler nie etwas Falsches gesagt habe. Vielleicht habe ihm Zwettler aber nicht immer alles gesagt, so eine Vermutung des Zeugen.

Allein durch Änderungen im Wechselkurs sei es mitunter zum Überschreiten der Großveranlagungsgrenzen gekommen, erinnerte sich Schatzer. Diesbezüglich habe es auch Meldungen an die Nationalbank gegeben. Die BAWAG sei damit aber “kein Einzelfall” gewesen. Andere Institute seien sicher deutlich höher über dieser Grenze investiert gewesen als die BAWAG.

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