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Schattenburgmuseum | Spinn- und Webstube

Mit einer Führung kann der Besucher und die Besucherin mehr über die Kunst des Webens und Spinnens erfahren.
Mit einer Führung kann der Besucher und die Besucherin mehr über die Kunst des Webens und Spinnens erfahren. ©Schattenburgmuseum
Neben den 18 öffentlichen Museumsräumen kann in der Schattenburg mit einer Führung auch die Spinn- und Webstube oder die Schatzkammer besichtigt werden. Einen Blick in ersteren Raum gewährt die geöffnete Getzner-Fabriktür vom Gedenkraum für die beiden Weltkriege aus.

In diesem Raum wurde versucht, Gegenstände des bäuerlichen und kleinbürgerlichen Alltagslebens, insbesondere des Spinnens und Webens, also der Frauenarbeitswelt, auszustellen. Bis 1956 wurde der Raum von den damaligen Pächtern der Schlosswirtschaft noch als Personalzimmer genutzt, gelangte aber im Tauschwege unter die Obhut des Museumsvereines. Erst 1972 mit der Neuausrichtung des Museums entstand der direkte Zugang vom Gedächtnisraum in das ehemalige Personalzimmer, wo dank des langjährigen Zeugwarts und Ehrenmitglieds Paul Eisenegger 1988 ein sogenannter „Volkskunderaum“ eingerichtet wurde.

Heute widmet sich dieser Bereich der textilen Handarbeit, war doch die heimische Bevölkerung jahrhundertelang auf Selbstversorgung angewiesen. Nicht nur durch Anbau von Flachs und Hanf wie alte Flurnamen auch in der liechtensteinischen Nachbarschaft so z.Bsp. „im Rossfeld“ (von Roeze, d.h. Hanf- oder Flachsbleiche) belegen, sondern auch durch deren Verarbeitung versuchten die Familien vor allem in der kargen Winterzeit einen (zusätzlichen) Verdienst zu finden. So kann man die alten Kulturtechniken des Handwebens an einem originalen Handwebstuhl der Familie Öhry aus Feldkirch-Nofels oder das Spinnen an unterschiedlichsten Typen von Spinnrädern bei speziell ausgebildeten Museumsvermittlerinnen in Aktion erleben. Deshalb befinden sich in der Stube auch diverse Werkzeuge zur Spinnerei- oder Webereivorbereitung wie Kartatschen, um die gewaschene Wolle zu „zerreißen“ und in eine Richtung zu ziehen, Riffel zum Trennen des Samens vom getrockneten Pflanzenstängel, Hächel zum Kämmen der Flachshaare u.v.m.

Auch das Mobiliar gibt einen guten Eindruck des Lebens und Wohnens in bäuerlichen und kleinbürgerlichen Verhältnissen mit diversen Schränken, Anrichten, Wandkästchen, Kommoden und Truhen wieder. Zusätzlich finden wir natürlich auch hier Gemälde und Zeichnungen heimischer Künstler wie Franz Xaver Bobleter oder Josef Boms d. J., Martin Häusle, Josef von Zwickle oder Max Dorrer. Keramik, Porzellan, Steinzeug, Zinnerzeugnisse, verschiedene Handgießen, Schalen, Krüge, Teller und Frieskacheln, Spandosen, Kassetten, Tabakpfeifen u.v.m. zeigen uns besonders anschaulich das Alltagsleben früherer Zeiten, das mit kundigen Erklärungen der Vermittler zu den Arbeitsschritten und Hilfsmitteln dem Besucher nahegebracht wird.

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