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Sausgruber eröffnete 59. Dornbirner Messe

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Dornbirn - Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) hat am Mittwoch die 59. Dornbirner Herbstmesse (5. bis 9. September) eröffnet.

Dabei betonte Festredner Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) seine Zufriedenheit mit der derzeitigen Wirtschaftslage. „Aber es bleibt uns noch genug zu tun“, warnte Bartenstein davor, sich zurückzulehnen. Bis Sonntag präsentieren 600 Aussteller auf dem Areal der Dornbirner Messe ihre Produkte, insgesamt werden rund 90.000 Besucher erwartet.

Die wirtschaftliche Entwicklung laufe derzeit „praktisch ungetrübt“, Vorarlberg sei mit 4,1 Prozent Wachstum der „Wachstumskaiser Österreichs“, sagte Sausgruber in seiner Eröffnungsrede in der neuen „Hypomodehalle 1“. „Wir sind gut, aber nicht so gut, wie wir sein könnten“, meinte Bartenstein. Es bestehe eine Auseinanderentwicklung zwischen den Gewinnen der Unternehmen und den Lohneinkommen. Es wäre jedoch falsch, die Lohneinkommen einfach zu erhöhen. Die negativen Folgen für Österreich als Exportland wären bald zu spüren, so Bartenstein.

Die positive Wirtschaftslage dürfe nicht gefährdet werden. Daher sei Sparen „weiterhin angesagt“, betonte der Wirtschaftsminister auch im Hinblick auf das Budget. Die Abgabenquote müsse weiter gesenkt werden, diese liege derzeit bei rund 41 Prozent. „Bis 2010 wollen wir einen Dreier vor dem Komma“, so Bartenstein. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das Ziel Vollbeschäftigung bis 2010 erreicht wird und sprach sich für die Erhaltung und Verbesserung des Blum-Bonus’ aus.

Landeshauptmann Sausgruber betonte in seiner Eröffnungsrede, Österreich gelinge es „recht gut“, sozialen Ausgleich und wirtschaftliche Entwicklung in Einklang zu bringen. Die Gewöhnung an die Qualitäten der öffentlich finanzierten Einrichtungen sei in der Bevölkerung weit verbreitet, man solle daher nicht damit rechnen, dass die Bevölkerung etwa Einsparungen im Spitalsbereich akzeptiere. Die Spitalversorgung zu straffen sei wichtig, aber man dürfe dabei nicht die Qualität reduzieren. Ähnliches gelte auch für den Bildungsbereich, wo der Zugang zu guten Schulen für alle erhalten bleiben müsse.

Vorarlbergs Erwartungen an die Finanzausgleichsverhandlungen seien „viel kleiner als die mancher Kollegen“, so Sausgruber. „Einige Dinge sollten aber klar sein, zum Beispiel, dass wir die Wohnbaufördermittel weiter brauchen“, erklärte der Landeshauptmann. Daneben wolle man „etwas mehr Geld für die Spitäler“, denn der medizinische Fortschritt sei „nicht billig“, zudem „etwas mehr Spielraum für die Gemeinden“.

Der Großteil der rund 1.300 Festgäste aus Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland machte sich im Anschluss an die Eröffnung auf zu einem Messerundgang. Besonders für die Sonderschau „Holz und Käse“ sowie die Öko-Lehrlingsbaustelle zeichnete sich laut Veranstalterangaben großes Interesse ab.

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