Satellitenhandy für die Hosentasche

©TerreStar
Der amerikanische Satellitentelefonspezialist Terrestar Networks hat ein Smartphone in seinem Produktportfolio, welches das terrestrische Mobilfunknetz ebenso wie einen ganz Nordamerika abdeckenden Satelliten für die Kommunikation nutzt.

Dabei ist das Gerät nur minimal größer und dicker als beispielsweise Apples iPhone. Für terrestrischen Empfang wurde eine Partnerschaft mit dem Mobilfunkanbieter AT&T eingegangen. Der Satellitenempfang erfolgt über einen ganz Nordamerika – von Alaska bis Puerto Rico – abdeckenden Satelliten diese Woche in die Umlaufbahn geschossen worden ist.

Als Betriebssystem nutzt das Gerät Windows Mobile in der Version 6. Bluetooth, GPS und Wireless Lan gehören ebenso zur Ausstattung wie eine echte Querty-Tastatur wie sie von Blackberry-Smartphones bekannt ist. Auf dem 2,6 Zoll großen Display öffnet das Smartphone neben Videos auch Fotos, die man dem Gerät entweder über den MicroSD-Slot aufspielt oder mit der eingebauten Kamera schießt. Der Akku versorgt das Gerät bei terrestrischen Gesprächen für 3,5 bis fünf Stunden, bei Satellitenempfang für 1,5 Stunden mit Elektrizität.

Den Satelliten, der dem Smartphone-Benutzer ständigen Empfang ermöglichen soll, nennen die Hersteller “Terrestar 1”. Es handelt sich dabei um den größten und mit der höchsten Sendeleistung ausgestatteten, bisher gebauten kommerziellen Satelliten. Die Kosten des mit einer rund 20 Meter langen Antenne ausgestatteten künstlichen Erdtrabanten belaufen sich auf 300 Mio. Dollar. Er wurde gestern vom Raumfahrtbahnhof Kourou in Französisch-Guyana mithilfe einer Ariane-Rakete ins All geschossen.

Für die meisten Privatnutzer ist das Satellitentelefon für die Hosentasche nicht zuletzt auch aufgrund der hohen Kosten weniger interessant. Die Zielgruppe, so der Hersteller, setzt sich aus Abenteurern, Einsatzkräften und abseits von mit Mobilfunk versorgten Gebieten lebenden Menschen zusammen. Satellitentelefone sind besonders seit dem Hurrikan Katrina beliebt, der vor vier Jahren das terrestrische Netz zum Zusammenbruch und die Kommunikation der Einsatzkräfte beinahe zum Erliegen brachte.

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