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Sascha Boller nach Kapfenberg beordert

Am Donnerstag hieß es noch Sascha Boller müsse mit den Amateuren der Austria trainieren. Nach dem Training erhielt der Deutsche jedoch einen Anruf von Chefcoach Helgi Kolvidsson, der den Flügelflitzer in die Steiermark beorderte.
SCR Altach - SV Horn (18.30 Uhr)
FC Lustenau - SV Grödig (18.30 Uhr)
Kapfenberg - A. Lustenau (18.30 Uhr)

Kolvidsson bestätigt: “Ich wollte eigentlich Kapfenberg überraschen und es geheim halten. Aber es stimmt: Sascha ist nachgekommen und wird heute dem Kader angehören.” Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Die Grün-Weißen haben im Frühjahr erst sechs Tore erzielt – auf fremdem Platz gelang der Austria 2013 sogar noch kein Treffer. “Wir hatten zuletzt schon ohne die Verletzungssorgen Probleme in der Offensive”, weiß der Trainer. “Jetzt fällt Thiago aus, Salomon fällt aus, der Einsatz von Roth wackelt. Da habe ich mir gesagt: Pfeif drauf. Jetzt kann Sascha zeigen, dass er ein Profi ist.”

Verletzungssorgen bei der Austria

Kolvidsson will sich am Saisonende nicht selbst vorwerfen müssen, nicht alles probiert zu haben. Und betont: “Klar ist es ein polarisierendes Thema. Aber ich habe immer gesagt, dass ich es nicht kategorisch ausschließe, dass Sascha wieder spielen wird.” Mit welcher Aufstellung die Austria heute in die Partie geht, ist völlig offen. Alles hängt davon ab, ob Felix Roth einsatzfähig ist. Er absolvierte am Donnerstagabend die komplette Trainingseinheit. Jetzt heißt es abwarten, wie sein Knie reagiert. Gibt Roth grünes Licht, rutschen Dudu und Aguilar als überzählige Ausländer aus dem Kader. Übrigens: Patrick Salomon hat keine Bänderverletzung, ihm ist “nur” die Kniescheibe herausgesprungen und ist nächsten Freitag wieder einsatzbereit.

Gegner Kapfenberg plagen ebenfalls große Personalsorgen. Nach dem Ausfall von Elsneg, Grgic und Pürcher hat sich auch noch Felfernig verletzt abgemeldet.

 

FCL: Gemeinsam statt einsam

Vom Glück verfolgt waren die Blau-Weißen in den jüngsten Spielen keineswegs. Trotz couragierter und nicht selten auch qualitativ hochstehender Auftritte blieb die Punkteausbeute mager.

Angesichts des schon feststehenden Zwangsabstiegs könnte man argumentieren, dass es ohnehin um nichts geht, doch dieser Schluss führt in die Irre: Denn der FC Lustenau spielt dieser Tage auch für eine Zukunft nach dem Profifußball.

Mit einem attraktiven sportlichen Angebot wollen die Blau-Weißen Zuschauer ins Stadion locken, die damit verbundenen Einnahmen sollen auch dem Erhalt des Vereins über die Saison hinaus dienen. Freilich, bislang blieb der große Massenandrang aus, die wenigen, die kamen, mussten den Gang ins Reichshofstadion aber nie bereuen. Heimspiele der Blau-Weißen bürgen für gute Unterhaltung und mitunter sogar für großes Kino. Die fehlende Akzeptanz des Publikums will man aber beim Verein nicht tatenlos hinnehmen und so ruft man unter dem Motto „Lustenauer für Lustenau“ die Fußballfans zur Solidarität mit dem Klub auf.

Lob von Grödig

Immerhin zollt die Liga-Konkurrenz den Lustenauern ob ihrer starken Auftritte im Frühjahr den gebührenden Respekt. So kann man etwa der Homepage des heutigen Gegners entnehmen: „Obwohl der Zwangsabstieg schon seit einigen Wochen besiegelt ist, haben sich die Spieler nicht hängen lassen. Eine Einstellung, die man ihnen nicht hoch genug anrechnen kann.“

Mit ebendieser Moral wollen die Blau-Weißen auch den Salzburgern ein Bein stellen. Die Tatsache, dass man mit einem Punktgewinn just dem Lokalrivalen Austria Lustenau Schützenhilfe leisten würde, fällt wohl unter die Kategorie „Kollateralschaden“. Trainer Daniel Madlener wünscht sich nebst einem Sieg vor allem ein gut beseeltes Reichshofstadion. Zwar muss er auf den gesperrten Furkan Aydogdu verzichten, dafür dürfte aber der zuletzt verletzte Kapitän Mario Bolter wieder in die Startelf zurückkehren.

Apropos Bolter: Der 28-Jährige wird in ungewohnter Position im zentralen offensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen, wenngleich Madlener betont: „Er wird Furkan zwar auf der Position ersetzen, aber andere taktische Aufgaben haben.“ Grund für diese Rochade: James Lannon, der zuletzt gegen Horn zu gefallen wusste, wird wieder von Beginn weg im defensiven Mittelfeld auflaufen.

Grödig Favorit

Von der Papierform her sind die Rollen klar verteilt: Während sich die Blau-Weißen erhobenen Kopfes auf Abschiedstournee befinden, hegt man in Grödig Aufstiegsambitionen. Grödig-Coach Adi Hütter redet das Thema keineswegs klein: „Wenn man nach 27 Runden an der Spitze steht, will man selbstverständlich nach den Sternen greifen.“ Seiner Mannschaft traut er allemal zu, mit den gesteigerten Ansprüchen zurechtzukommen: „Die Balance zwischen Jugend und Routine stimmt, zudem ist die Stimmung innerhalb des Teams hervorragend.“

Man darf gespannt sein, ob die Blau-Weißen heute das Zeug zur Spaßbremse haben.

 

Gotal: „Wir wollen die drei Punkte“

Seine Attribute: Schnell, wendig, torgefährlich. Seine Rückennummer: Neun. Sein Alter: 21. Sein Name: Sandro Gotal, Stürmer des SV Horn. Seit Montag weilt der gebürtige Bregenzer in Vorarl­berg. Allerdings nicht zum Heimaturlaub. Am Dienstag war er mit seinen Hornern beim FC Lustenau im Einsatz, heute (18.30 Uhr) ist er im Schnabelholz beim Cashpoint SCR Altach zu Gast. Ziel sind natürlich drei Punkte: „Beide Mannschaften wollen gewinnen. Nach drei Niederlagen in den direkten Duellen sind jetzt wir an der Reihe. Wir wollen die drei Punkte“, lautet die Kampfansage des Horn-Stürmers. Auf Unterstützung von den Rängen kann er zählen. Seine gesamte Ländle-Verwandtschaft wird ihm die Daumen drücken. Die kurze Anreise macht es möglich, denn die Familie des gebürtigen Bregenzers wohnt in Lauterach und war auch beim 1:1 gegen den FC Lustenau mit dabei. Einen Treffer konnte die Familie allerdings nicht bejubeln.

Das Gotal Torriecher besitzt, stellte er in dieser Saison bereits acht Mal unter Beweis. Gegen Vorarlberger Mannschaften ist er besonders motiviert, wie er beim 5:0-Erfolg gegen Austria Lustenau eindrucksvoll zeigte. Mit zwei Treffern und einer Vorlage gegen den damaligen Tabellenführer unterstrich er seine Ambitionen nach Höherem. „Es gefällt mir sehr gut, aber mit Saisonende bin ich nicht mehr in Horn. Es gibt Kontakte mit Vereinen der höchsten Liga in Holland bzw. Schottland und der zweiten deutschen Bundesliga. Es ist aber auch eine Rückkehr zum WAC möglich“, erklärt Gotal, der von der österreichischen Bundesliga-Überraschungsmannschaft Wolfsberg für ein Jahr an die Streiter-Truppe verliehen wurde.

Befreites Aufspielen

Die Bilanz des früheren Altach-Trainers ist im Frühjahr mit zwei Siegen, zwei Niederlagen und zwei Remis ausgeglichen. Der achte Platz in der Tabelle ist jedoch trügerisch, die Niederösterreicher haben zwei Spiele weniger ausgetragen. „Wenn wir abrufen, was wir können, ist bis Meisterschafts­ende noch einiges drin. Von der Tabellensituation können wir befreit aufspielen“, führt Gotal aus. Das trifft auch für die Altacher zu. Nur noch die kühnsten Optimisten rechnen damit, dass man nochmals an das Führungsduo ran kommt. Gotal sieht am Ende die Salzburger ganz oben: „Es wäre sehr schade. Ich finde es sehr wichtig, dass ein Vorarlberger Verein in der Bundesliga ist.“

Herz in Bregenz

Und er bekräftigt den ­enormen Anreiz, einmal mit einem Ländle-Klub in der höchsten österreichischen Liga zu spielen. „Irgendwann in meiner Fußballkarriere hoffe ich, dass es soweit sein wird. Der absolute Traum wäre es mit dem SC Bregenz. Da ist immer noch mein Herz“, gibt der Vollblutstürmer preis. In Bregenz zerriss er seine ersten Fußballschuhe und verdiente sich als knapp 17-Jähriger seine ersten Sporen in der Westliga, bevor er 2010 zur Vienna und dann zum WAC wechselte. Mit Mannschaftskapitän Aleksandar Djordjevic ist zudem ein zweiter Vorarlberger Legionär in den Reihen des SV Horn.

Gastgeber Altach kann heute wieder auf die Dienste des zuletzt gesperrten Philipp Netzer zurückgreifen. Der Kapitän ließ am Donnerstag noch mit einer zweiten guten Nachricht aufhorchen. Netzer verlängerte seinen Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2015.

(NEUE/Mayer/Walser/Böhler)

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