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Salzburg will Sensationslauf von Leader Altach stoppen

"Bullen" würden mit Sieg gegen Altach Abstand auf Rang eins auf zwei Zähler verkürzen.
"Bullen" würden mit Sieg gegen Altach Abstand auf Rang eins auf zwei Zähler verkürzen. ©APA
Titelverteidiger Red Bull Salzburg hat keine Chance mehr auf den Herbstmeistertitel in der Fußball-Bundesliga, ist im Kampf darum aber das Zünglein an der Waage. Altach ist am Samstag in der 18. Runde in Wals-Siezenheim zu Gast und kann dort den ersten Halbzeittitel der Club-Geschichte aus eigener Kraft fixieren. Ein Punkt reicht, da Verfolger Sturm Graz drei Punkte weniger auf dem Konto hat.
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Die “Bullen” liegen überraschend schon fünf Zähler hinter dem Ländle-Verein, haben daher Aufholbedarf. “Zu Hause müssen wir nach der unnötigen Niederlage gegen die Admira unbedingt gewinnen”, gab Offensivspieler Valon Berisha die Marschroute vor. Gegen die Südstädter hatte es vor dem 3:1-Sieg bei der Austria am Mittwoch trotz klarem Chancenplus eine bittere 0:1-Niederlage gesetzt. Es war eine von zwei Heimniederlagen in den jüngsten vier Partien.

Gegen Altach konnten die Salzburger zu Hause aber zuletzt zweimal 2:0 gewinnen, insgesamt gab es drei Partien keine Niederlage, darunter im ersten Saisonduell in der Cashpoint Arena ein torloses Remis. “Natürlich ist es eine Überraschung, dass sie vorne sind, aber wenn man sich anschaut, wie sie spielen und defensiv stehen, dann ist es keine so große Verwunderung”, lobte Salzburg-Trainer Oscar Garcia den Gegner. Das unterstrich auch Berisha: “Sie haben zumeist sehr gut gespielt und stehen daher verdient an der Tabellenspitze. Uns erwartet eine schwierige Aufgabe.”

Salzburg weiß was es zu erwarten hat

Salzburgs Trainer rechnete mit einem defensiv eingestellten Tabellenführer. “Sie werden hinten mit einer Fünferkette und dann auf Konter spielen. Dafür haben sie sehr gute und schnelle Spieler”, sagte Oscar. Die Altacher kassierten genauso wie Sturm nur 16 Gegentore, einzig Salzburg ist da mit 15 in der Liga noch besser. Es kommt also zum Duell der besten Defensivteams, da wartet auf die Offensivreihen Schwerstarbeit. Am 25. September wartete man im ersten Duell vergeblich auf Tore, auch aufgrund der diese Saison schon oftmals augenscheinlichen Ineffizienz der Salzburger. “Wir haben uns gegen sie immer schwergetan durchzukommen. Im letzten Spiel hat man aber gesehen, dass es möglich ist, aber wir müssen einfach die Tore machen”, weiß Berisha.

Neun Partien ohne Niederlage

Der Trend spricht für die Altacher, die seit dem Treffen zum Abschluss des ersten Saisonviertels aus einem Zwei-Punkte-Rückstand auf Salzburg einen Fünf-Zähler-Vorsprung gemacht haben. Das dank neun Partien hintereinander ohne Niederlage. “Die Favoritenrolle liegt ganz klar bei Salzburg, sie haben die stärkste Mannschaft der Liga und sind im Aufwind”, erklärte Altachs Interimstrainer Werner Grabherr vor seiner vierten Partie trotzdem. Der Leader strebt aber natürlich nach dem Maximum. “Das Ziel bleibt gleich, ob Tabellenführer oder nicht. Das sind die drei Punkte”, betonte der 31-Jährige.

Seiner Elf gelang das Kunststück, gegen alle neun Ligateams vor eigenem Publikum unbesiegt zu bleiben. “Salzburg war sicher jene Mannschaft, gegen die wir zu Hause die größten Problem hatten”, erinnerte Grabherr. Seine Truppe stehe nun vor einer “lässigen” Herausforderung. “Ich erwarte ein dominantes Red Bull, aber wir wollen mitspielen”, gab Grabherr Einblick. Auswärts gab es für sein Team bisher vier Siege, ein Remis und drei Niederlagen.

Nach zuletzter starker Rotation dürfte diesmal wieder die vermeintlich beste Formation aufs Feld laufen. Nicolas Ngamaleu steht nach seiner Sperre als “Joker” parat, dafür fällt der umgeknöchelte Christian Schilling aus. Bei den Salzburgern ist neben Kapitän Jonatan Soriano, Wanderson und Smail Prevljak auch Fredrik Gulbrandsen verletzt. Der Angriff stellt sich damit quasi selbst auf. Zudem ist der Einsatz von Marc Rzatkowski und Reinhold Yabo fraglich.

Für die Altacher spricht die geringere Belastung im Herbst. Salzburg hat elf Europacupspiele mehr in den Beinen. Dass nun ausgerechnet Altach vor dem Schlager der 18. Runde einen Tag mehr Pause hatte, stieß Oscar sauer auf. “Das ist ein Vorteil für Altach. Es ärgert mich, dass die Teams, die in der Europa League spielen, auch noch benachteiligt werden”, monierte der 43-Jährige. Das sollte am Samstag aber nicht ausschlaggebend sein.

(APA)

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