S18: "Genug geprüft - umsetzen statt reden!"

Laut WKV-Präsident könne die Evaluierung nur ein vernünftiges Ergebnis bringen.
Laut WKV-Präsident könne die Evaluierung nur ein vernünftiges Ergebnis bringen. ©vn/Fredrick Sams
Die Vorbereitungen zur S18 gehen weiter – wie auch die Evaluierung durch Bundesministerin Leonore Gewessler. WKV-Präsident erwartet eine schnellstmögliche Umsetzung des Projekts.
S18-Vorbereitungen gehen trotz Evaluierung weiter
Evaluierung der S18 sorgt weiter für Aufregung

Das ist das Ergebnis des kürzlich stattgefundenen Gesprächs zwischen Ministerin, Landeshauptmann und dem Lustenauer Bürgermeister. „Wir nehmen dies zur Kenntnis und verlassen uns darauf, dass es zur schnellstmöglichen Umsetzung kommt“, sagt WKV-Präsident Hans Peter Metzler.

"Gibt nur ein vernünftiges Ergebnis"

„Wenn unsere Frau Bundesministerin im Rahmen ihrer Radtour den durchschnittlichen Verkehr an den neuralgischen Stellen erlebt hat, dann stellt sich die Frage: Warum noch evaluieren, wenn die Menschen dringend eine Entlastung brauchen? Die Forderungen der Wirtschaft dürften inzwischen allen Akteuren klar sein. Auch dürfte deutlich sein, dass die rasche Lösung des Verkehrsproblems lange Zeit durch wiederholte und unnötige vermeintliche Alternativvorschläge – beispielsweise der nicht für den Transitverkehr vorgesehene Tunnel auf Höhe Hohenems – und kalkulierte Verzögerungstaktiken verunmöglicht und auch verunsachlicht wurde", macht WKV-Präsident Metzler deutlich.

"Wer eine weitere Verzögerung des entscheidenden Infrastrukturprojekts anstrebt und in Kauf nimmt, der ist auch für die Verkehrsprobleme von heute, morgen, den nächsten Wochen, Monaten und Jahren mitverantwortlich“, stellt der WKV-Präsident klar: „Die Evaluierung kann nur ein vernünftiges Ergebnis bringen: Die schnellstmögliche Umsetzung der S18.“

NEOS fordern Lösungen

"Nachdem im Herbst 2020 eine intransparente Trassenentscheidung für die CP-Variante präsentiert wurde, erfolgt nun eine noch intransparentere Variantenprüfung für einen Tunnel in Hohenems. Völlig unklar ist aber weiterhin, wie es nun konkret weitergeht. Die grüne Ministerin möchte, die von den Vorarlberger Grünen schon länger favorisierte Tunnelvariante in Hohenems prüfen und die CP-Variante politisch nach Klimaschutzzielen evaluieren. LH Wallner gibt sich jetzt damit zufrieden, dass das Risiko einer Nicht-Lösung für die verkehrsgeplagte Bevölkerung im unteren Rheintal steigt. Es ist nämlich nach wie vor vollkommen offen, was die politische Evaluierung der CP-Variante im Jahr 2022 bringen wird. In der Zwischenzeit werden öffentliche Gelder für die weitere Planung der CP-Variante bei der ASFINAG ausgegeben, ohne zu wissen, ob diese Variante je kommen wird," fasst NEOS Verkehrssprecher Garry Thür den Besuch der Ministerin am Montag zusammen.

"Wer nichts weiß, muss alles glauben!" so Garry Thür über die Diskussion. "Wir NEOS Vorarlberg fordern schon seit Präsentation der Trassenvariante CP im Herbst 2020 eine völlige Transparenz der Entscheidungsgrundlagen: wir wollen für die Bevölkerung die Frage beantworten, welches wirklich die beste Variante für das untere Rheintal ist. Überhaupt nicht verständlich ist nämlich, dass nun ohne Faktengrundlage die Tunnelvariante Hohenems geprüft werden soll, die Tunnelvariante in Lustenau als Verlängerung der B204 (Variante G) in Verbindung mit einer Anbindung der Schweizer Autobahn am Bruggerloch aber vollkommen unberücksichtigt bleibt. Diese Lösung wäre wenigstens im unteren Rheintal angesiedelt und könnte eine Lösung für die verkehrsgeplagte Bevölkerung sein. Dazu braucht es aber endlich Fakten, um dies entscheiden zu können. Fakten, die die ASFINAG entweder unter Verschluss hält oder nicht hat und trotzdem weitreichende Entscheidungen trifft. So kann nicht Politik funktionieren! So kann die Bevölkerung nicht mitgenommen werden!"

Das sagt der Landeshauptmann über den Besuch der Umweltministerin Gewessler zur S18:

Ist die Hohenemser Verbindung eine Alternative zur S18, Frau Ministerin Gewessler?

(VOL.AT)

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