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Ärzte und Pflegepersonal verbreiten Influenza

Wenn jemand während einer Influenza-Welle partout infiziert werden will, sollte er sich in Europa schnellstens zum Arzt begeben oder einem Angehörigen des Pflegepersonals begegnen.

In Europa waren nämlich in der vergangenen “Grippe-Saison” 2007/2008 nur zwischen 29 Prozent (Großbritannien) und neun Prozent (Polen) der Angehörigen der Gesundheitsberufe geimpft. In Österreich waren es gar nur 22 Prozent der Angestellten im Gesundheitswesen. Dies ergab die neueste Umfrage der europäischen Impfstoffhersteller in elf Staaten rund 22.000 Befragten.

Der Händedruck, mit dem der Arzt in der Ordination begrüßt, die infizierte Ordinationshilfe, die “halbkranke” Krankenschwester im Spital – besseres gibt es nicht für die Verbreitung der Influenza. Doch schützen lassen sich die Angehörigen der Gesundheitsberufe offenbar kaum. In keinem einzigen der Teilnehmerländer an der Umfrage (UK, Tschechien, Portugal, Spanien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Finnland, Irland, Italien und Polen) lag die Beteiligung an der Influenza-Impfung bei den Gesundheitsberufen über 30 Prozent.

An der Spitze waren noch England und Wales mit 29 Prozent. Auch die tschechischen Ärzte und Pfleger beteiligten sich zu 28 Prozent an der Impfung (ebenso die Portugiesen). Deutschland und Österreich lagen mit 23 bzw. 22 Prozent an sechster und siebenter Stelle. In Österreich hatte sich die Rate der Geimpften im Gesundheitswesen allerdings im Vergleich zum vorangegangenen Jahr um fünf Prozentpunkte erhöht. Für das Jahr 2010 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Beteiligung an der Influenza-Impfung von 75 Prozent gefordert.

Abschätzungen haben ergeben, dass bei einer stärkeren Influenza-Welle in Österreich bis zu 6.000 Todesopfer mit der heimtückischen Krankheit in Verbindung zu bringen sind. Das trifft besonders die Menschen über 65 Jahre. Doch auch hier schneiden viele Länder schlecht ab, auch wenn die Impfraten wesentlich höher als bei den Angehörigen der Gesundheitsberufe sind.

So waren in der vergangenen Influenza-Saison in England und Wales 78 Prozent der über 65-Jährigen immunisiert, in Frankreich waren es zum Beispiel 69 Prozent (zweiter Platz), in Italien (6.) noch immer 60 Prozent. Österreich landete mit 37 Prozent (kein Fortschritt gegenüber 2006/2007) an drittletzter Stelle. Am Schluss der Rangliste: Polen mit 16 Prozent.

Auch bei den unter 65-Jährigen liegt Österreich mit 19 Prozent Beteiligung an drittletzter Stelle (Schlusslicht Polen: elf Prozent). An der Spitze standen das Vereinte Königreich (54 Prozent) und Italien (42 Prozent). In Österreich hat die Beteiligung dieser Altersgruppe an der Influenza-Impfung übrigens von 2006/2007 von 24 auf zuletzt 19 Prozent abgenommen.

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