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Russen erobern die Arlberg-Region

Luxus-Urlauber aus Lech
Luxus-Urlauber aus Lech ©VOL.at/Hartinger
Lech - Klingelnde Kassen in Arlberger Nobelhotels: 600 russische Urlauber lassen sich verwöhnen.

„Das Beste und Teuerste ist für diese Gästeklientel gerade gut genug.“ Mit dieser für Betreiber von Fünf-Sterne-Hotels und Modegeschäften erfreulichen Eigenschaft werden die Winterurlauber aus der Ukraine und Russland am Arlberg gerne beschrieben. Während der am morgigen Sonntag zu Ende gehenden „Russenwoche“ tummelten sich auf den Arlberger Skipisten knapp 600 wohlhabende Russen und Ukrainer und betteten sich in Paradehotels wie Almhof Schneider, Hotel Post oder im Alpenhof Thurnher in Zürs allabendlich zur Ruhe. Sowohl unter Hoteliers als auch in Haubenrestaurants sind die russischen Gäste mit gutem Grund gern gesehene Gäste.

Ansprüche und Ausgabefreude

„Ein russischer Gast liest die Speisekarte von links nach rechts. Der Preis ist in der Regel Nebensache“, erzählt eine Servicedame in einem feinen Restaurant und gerät beim Addieren der Trinkgelder geradezu ins Schwärmen. „Gäste aus Russland und der Ukraine logieren ausnahmslos in Fünf- und Vier-Sterne-Häusern. Die Klientel zeichnet sich durch Ausgabefreude aus und stellt freilich einen Zukunftsmarkt dar“, betont Hermann Fercher als Arlberger Tourismusdirektor. Die Urlaubsmärkte würden denn auch „ganz gezielt mit Aktionen bearbeitet“. Als „Hemmschuh“ bezeichnet Fercher die Visumpflicht. „Würde diese Hürde für die Gäste aus diesen Ländern fallen, so würden noch mehr unsere Urlaubsdestination wählen.“

Skilehrer sprechen russisch

„Die Zahl der Gäste aus diesen Ländern hat sich seit 2005 verdreifacht“, bestätigt auch Christian Schützinger als Landestourismusdirektor die steigende Nachfrage. „Eine Abschaffung der Visumpflicht würde dem Markt Flügel verleihen“, schätzt Schützinger und attestiert den Touristen ebenso ein locker sitzendes Portemonnaie: „Diese Urlauber geben mindestens 20 Prozent mehr Geld aus als der Durchschnitt.“ Auch in der Skischule Lech sorgen die russischen Gäste für Änderungen. „Fünf unserer Skilehrer absolvierten Grundkurse und können sich russisch verständigen. Diesen Anspruch erhebt der russische Gast“, betont Skischulleiter Christian Elsensohn.

Orthodoxe Feier abgesagt

Welchen Status die wohlhabende Urlauberklientel am Arlberg bereits genießen darf, wird auch andernorts deutlich: Neben Speisekarten in russischer Sprache, die beispielsweise im Burghotel in Oberlech zur Verfügung stehen (Bild), hätte heuer auch eine von Pfarrer Jodok Müller genehmigte orthodoxe Weihnachtsfeier in der Lecher Kirche abgehalten werden sollen. Die orthodoxe Feier im katholischen Gotteshaus musste allerdings abgesagt werden, weil der Geistliche erkrankt war.

Feuerwerk für russische Gäste

Auch im Lecher Rathaus scheint man den besonderen Ansprüchen der russischen Touristen gerecht werden zu wollen: Gemäß einer offiziellen Ausnahmegenehmigung wird am heutigen Samstag im Bereich des Almhofes Schneider ein mächtiges Feuerwerk zu Ehren der Touristen gezündet.

„Silvesternacht“ für Russen

Der Grund: Nach hiesiger Zeitrechnung feiern die russischen Gäste nämlich am 7. Jänner die Silvesternacht und damit den Beginn des neuen Jahres. Mit derartigen Genehmigungen wird im Lecher Rathaus bei Bürgermeister Ludwig Muxel seit jeher überaus sparsam umgegangen: „Auch andere finden Gründe zum Feiern. Wären wir nicht rigoros, so hätten wir täglich Feuerwerke in Lech.“

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