Ruf nach Lockdown in Vorarlberg wird lauter

Auch in der ÖVP gibt es immer mehr Lockdown-Befürworter
Auch in der ÖVP gibt es immer mehr Lockdown-Befürworter ©VOL.AT
In Vorarlberg mehren sich die Stimmen für einen sofortigen Lockdown.
Lockdown in OÖ und Sbg. fix
Neuer Höchstwert an Neuinfektionen

ÖVP-Klubobmann Roland Frühstück forderte einen "knackigen, kurzen Lockdown für alle". Ebenso dafür waren der grüne Regierungspartner und die SPÖ. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) dagegen hatte sich gegen Einschränkungen auch für Geimpfte ausgesprochen, er verwies am Donnerstag auf laufende Beratungen der Länder und die morgige Landeshauptleutekonferenz.

Frühstück: "Ab Samstag zusperren"

"In Vorarlberg tritt morgen eine deutlich ausgeweitete Maskenpflicht in Kraft, das ist ein erster Verschärfungsschritt. Wir arbeiten derzeit mit den Bundesländern an zusätzlichen weiteren Maßnahmen. Alles Weitere wird morgen auf der LH Konferenz entschieden", so Wallner gegenüber der APA.

ÖVP-Klubobmann Frühstück, der derzeit wie Wallner nach einem positiven Test in Absonderung ist, würde "am liebsten schon ab Samstag" zusperren. Zudem forderte er parallel zum Lockdown eine Impfpflicht für die impfbare Bevölkerung, "sonst nützt das alles nichts". Er persönlich würde auch die Schulen für 14 Tage schließen, so Frühstück.

Zadra: "Notbremse ziehen"

"Wir werden nicht umhin kommen, jetzt sofort die Notbremse zu ziehen", erklärte auch Daniel Zadra (Grüne), Klubobmann des Regierungspartners, am Donnerstag. Die Spitäler seien am Limit, man brauche sofort wirksame Maßnahmen. Was die Bildungseinrichtungen angehe, müsse man eine neuerliche Schließung gut abwägen, hier liefen derzeit Beratungen auf Bund- und Länderebene. Einerseits wolle man Kinder so wenig wie möglich einschränken, andererseits sei das Infektionsgeschehen gerade bei den Jüngsten hoch.

Sprickler-Falschlunger: "Lockdown sofort!"

Die Vorarlberger SPÖ-Vorsitzende Gabriele Sprickler-Falschlunger richtete vor der Landeshauptleutekonferenz den dringenden Appell an Wallner, sich für einen generellen Lockdown einzusetzen. "Es ist für einen Politiker keine Schande zuzugeben, dass man sich geirrt hat! Eine Schande wäre es, wenn man wider besseren Wissens die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung gefährdet", so die SPÖ-Chefin. Bald sei auch in Vorarlberg die kritische Grenze bei der Belegung der Intensivbetten angelangt., diese Entwicklung lasse sich nicht mehr stoppen. "Die Situation gleicht einem Auto ohne Bremsen, das mit hoher Geschwindigkeit in eine schon sichtbare Wand rast", erklärte die Allgemeinmedizinerin.

NEOS und FPÖ setzen auf Eigenverantwortung

Mehr auf Eigenverantwortung setzten dagegen weiter NEOS und FPÖ. Man müsse alles unternehmen, damit es nicht zu einem Lockdown komme, so FPÖ-Chef Christof Bitschi. PCR-Tests und Contact Tracing müssten endlich klappen. "Jeder Tag, der mehr verstreicht, ohne dass sinnvolle und effektive Maßnahmen gesetzt werden, bringt uns näher zu einem Lockdown. Das ist bitter. Die Regierung soll aufhören zu streiten und endlich Führungsverantwortung übernehmen", verlangte NEOS-Landessprecherin Sabine Scheffknecht. Als Maßnahmen-Beispiele nannte sie Home Office, Beschränkungen auf kleine Gruppen, Einladungen zum Boostern mit Fixtermin und schnelle Testergebnisse sowie Einschränkungen in der Nachtgastronomie.

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