Rossi krönte Aufholjagd mit Sieg

MotoGP-Superstar Valentino Rossi hat beim Großen Preis von Deutschland am Sonntag wieder bewiesen, dass er weiter der beste Motorsportler auf zwei Reifen ist.

Nach einer schwachen Vorstellung im Training nur von der elften Position aus gestartet, zog der regierende Weltmeister auf dem Sachsenring Runde für Runde an seinen Konkurrenten vorbei, ließ Anfang der letzter von 30 Umdrehungen auch den führenden Marco Melandri stehen und gewann mit 0,145 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann.

Nach der ersten Kurve lag Rossi, der den 83. Sieg seiner Karriere feierte, bereits auf dem achten, nach der ersten Runde auf dem sechsten Platz. Der „Doktor“, in den vergangenen zwei Rennen durch eine Handgelenks-Verletzung gehandicapt, tastete sich immer näher an die Spitze mit Pole-Position-Mann Daniel Pedrosa (ESP) und Melandri heran. Nachdem Melandri dem 27-Jährigen lange Zeit Paroli geboten hatte, zog Rossi auf der Start-Ziel-Geraden Anfang der 30. Runde vorbei. Der Italiener feierte seinen zweiten Erfolg auf dem Sachsenring in Serie stilecht im Trikot von Fußball-Weltmeister Marco Materazzi.

Mit seinem Sieg in Deutschland verbesserte sich Rossi auf den zweiten Rang der Weltmeisterschafts-Wertung. Der Yamaha-Pilot liegt nun mit 143 Zählern 26 Punkte hinter dem am Sonntag Drittplatzierten US-Amerikaner Nicky Hayden (Honda/169), Dritter ist Pedrosa (Honda/140). „Hier zu gewinnen war schwierig. Wir hatten viele Probleme, aber das Team hat noch am Morgen am Motorrad gearbeitet“, meinte Rossi nach dem Sieg. „Ich habe nach dem Start schnell gemerkt, dass ich eine gute Maschine habe.“

In der 250er-Klasse gelang Honda-Pilot Yuki Takahashi ein Überraschungs-Sieg. Der Japaner zog in der letzten Kurve am bis dahin führenden Alex de Angelis vorbei. Der Spanier Jorge Lorenzo übernahm mit dem dritten Rang die Führung in der WM-Wertung vor Andrea Dovizioso, der am Sonntag als Vierter das Podest nur knapp verpasste. Nach 10 von 16 Rennen liegt Lorenzo mit 174 Zählern jedoch nur zwei Punkte vor dem Italiener.

Lange Zeit sah es nach dem ersten GP-Sieg für den 22-jährigen De Angelis aus, der ab der neunten Runde 20 Umdrehungen lang in Führung lag. Bis zu vier Sekunden betrug der Vorsprung des Mannes aus San Marino, ehe Takahashi, schon Sieger des Großen Preises von Frankreich, im Finish den Sieg holte. „Er war intelligenter und mutiger als ich in der letzten Kurve“, meinte De Angelis nach dem Zieleinlauf enttäuscht.

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