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Rohrspitz-Projekt mit Auflagen

Rohrspitz -  Wenn die fehlenden Unterlagen nachgereicht sind und Dr. Edmund Kräutler den Bescheid erlassen hat, fahren im September 2010 am Rohrspitz die Bagger auf.
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“Im Juli 2011 sind wir dann fertig”, sagt der Dornbirner Baumeister Michael Hassler. Nach zehnstündiger Besprechung fast aller Sachverständigen fasst Verhandlungsleiter Kräutler das Ergebnis zusammen.

Demnach darf die Rohrspitz Salzmann Yachting GmbH ein neues Mehrzweckgebäude mit Restaurant, Kiosk und Kleinhotel plus Tiefgarage und Bootsgarage am Rohrspitz errichten, wenn sie dem Natur- und Landschaftsschutz zuliebe mehrere Auflagen einhält: Sie muss die Bewässerung der südseitig gelegenen Streuwiesen während des Baus und auf Dauer sicherstellen. Der Aushub der Tiefgarage für 220 Autos wird zur Gänze zur Ufersanierung am Rohrspitz verwendet.

Daran beteiligt sich die Salzmann Yachting GmbH kostenmäßig und erledigt die Arbeiten gleich selber. Für dieses Projekt muss ein separater Antrag gestellt werden. Ob die Gemeinde Fußach oder die Projektbetreiberin den Antrag stellen wird – da geht es um Förderungen – ist noch offen. Die Bauarbeiten beginnen “naturnäher” erst im Winterhalbjahr, sprich September 2010. Anders als geplant, werden alle bestehenden Gebäude sofort abgerissen und die Rohbauten den Winter über hochgezogen.

Eine ökologische Bauaufsicht der Bezirkshauptmannschaft wird all das überwachen. Auch die Errichtung einer Aussichtsplattform für Vogelkundler ist vorgesehen. Für Projektbetreiber Salzmann bedeutet all das 100.000 Euro Mehrkosten. Amtssachverständiger Hellfried Niederl hält das Projekt unter diesen Auflagen für genehmigungsfähig.

“Jedenfalls keinen Kaffee mehr dort trinken gehen”

Protest: Die Vögel zwitschern vom Frühling, aber es ist noch kalt am Morgen. Das hält immerhin 20 Höchster rund um Ferdl Lerbscher nicht auf. Mit Rädern und einem Shuttlebus sind sie an den Rohrspitz gelangt. Jetzt marschieren sie an den Ort der Verhandlung und verlangen auf Transparenten Bürgerbeteiligung. Jasmin Lederer von “Höchste Zeit” schiebt ihre beiden Kleinen vor sich her. Mia und Hanna schlafen noch.

Sie ist oft hier am Rohrspitz, und sie will nicht verstehen, dass man das ganze Projekt durchziehen wollte, ohne die Bürger zu befragen. Tiefgarage und Hotel kämen einer Urbanisierung des Rohrspitz gleich. Magdalena Blum sieht das auch so. Sollte der Salzmann-Hafen dennoch in geplanter Form umgebaut werden, denkt sie darüber nach, “welche politischen Mittel dann noch übrig bleiben”.

Sie selber werde dann jedenfalls “hier keinen Kaffee mehr trinken gehen”.

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