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Robert Weber sorgt für Aufregung

Er zählt zu den derzeit erfolgreichsten österreichischen Handballern: Robert Weber, 25, hat in der abgelaufenen Saison den Titel des Torschützenkönigs in Deutschland nur knapp verpasst, musste den Thron erst in der allerletzten Runde an den Dänen Anders Eggert abgeben. Im Nationalteam ist er eine der Fixgrößen, in Deutschland sorgte er zuletzt mit einem Handball-Magazin-Cover mit dem Titel unter Webers Foto "Wir werden die Piefkes schlagen" für Aufregung. Ein Interview über Rache, Selbstvertrauen und Provokation.

Robert, Du hast zuletzt in Deutschland für einige Aufregung gesorgt: das renommierte Handball-Magazin hat mit Dir auf dem Cover getitelt “Wir werden die Piefkes schlagen!” Wie waren die Reaktionen darauf?
Robert Weber: “Heftiger als ich erwartet habe. Ich bin davon überzeugt, dass wir am Mittwoch gewinnen werden. Warum auch nicht? Wir haben in Göppingen Unentschieden gespielt und waren dem Sieg sicher im Oktober näher als Deutschland. Aber die Schlagzeile mit dem Ausdruck “Piefkes” auf dem Cover kam so nicht von mir. Wer mich kennt, weiß. dass ich so eine Aussage nie in der Öffentlichkeit tätigen würde. Aber das ist das Medienbusiness, jeder Verlag will auch seine Auflage steigern.”

Aber Du hast in diesem Interview schon klargestellt, dass wir uns nicht zu verstecken brauchen?
“Sicherlich. Müssen wir auch nicht, wir haben uns dieses Selbstvertrauen hart erarbeitet in den letzten zwei Jahren, gehen als Gruppenerster in diese letzten beiden Runden und sind die einzigen in unserer Gruppe, die bislang noch keine Niederlage kassiert haben. Da fände ich es unangebracht, tiefzustapeln und uns in die Ecke zu stellen.”

Gab es auch Reaktionen von deutschen Nationalteamspielern?
“Ja, die eine oder andere. Aber ich bin kein Mensch, der gerne provoziert. Ich bin nur von unserer Qualität, unserem Herz und unserer Kämpfernatur überzeugt. Wir sind alle motiviert, das scheinbar Unmögliche wahr zu machen. Wenn deutsche Spieler dieses österreichische Selbstvertrauen als Provokation auffassen, ist das für mich fast ungewöhnlich. Denn normalerweise stehen deutsche Spitzensportler da drüber, wenn ein “Ösi” so etwas sagt.”

War es, denkst Du, der Ausdruck “Piefke” oder das Selbstvertrauen, das für mehr Aufregung gesorgt hat?
Robert WEBER: “Vermutlich Beides. Aber wie gesagt, diese Aussage stammt nicht von mir. In Deutschland sind wir die “Ösis” und in Österreich werden unsere deutschen Nachbarn manchmal “Piefke” genannt. Da gab´s auch die berühmte Piefke-Saga. Das Ganze entstand aus einem Interview gemeinsam mit Stefan Kretzschmar für das österreichische Sportmagazin. Der Ausdruck Piefke ist lediglich im Zusammenhang mit den Unterschieden zwischen unseren Völkern genannt worden.”

Ist die Aufregung eventuell ein Zeichen dafür, dass man dieses Mal doch nicht so drübersteht vor diesem für Deutschland alles entscheidenden Spiel?
“Das ist möglich. Für Deutschland geht es echt um alles gegen uns: wenn sie verlieren, ist nicht nur die EM gelaufen, sondern auch die Olympia-Qualifikation. Dann gäbe es für sie das nächste Großereignis erst 2013, das wäre natürlich für den stärksten Handballmarkt der Welt ein Supergau. Aber wir wissen alle, sie haben diese unglaubliche spielerische Qualität , um uns zu schlagen und sich aus eigener Kraft für die EM zu qualifizieren. Sie sind nach wie vor der Favorit, da macht sich auch in Österreich niemand etwas vor.”

Hat Dir das Verfehlen der Torschützenkrone einen Knacks versetzt?
“Natürlich war ich enttäuscht, aber das ist bereits abgehakt. Ich hab´ mir nichts vorzuwerfen: ich habe die ganze Saison über konstant gespielt, das haben mir auch Trainer und Präsidium des SCM immer wieder bestätigt, am Ende hat es knapp nicht geklappt. Aber ich habe meinen Schnitt gehalten, Anders Eggert hat überdimensional gespielt in den letzten Runden. Mein Gefühl ist eher: ich hab´s nicht verbockt, sondern Anders hat´s mit einem sensationellen Lauf aufgeholt. Gratulation dazu! Aber ich bin jung, ich habe vielleicht in den kommenden Saison noch mal die Möglichkeit.”

Wird das am Mittwoch auch eine Revanche für die Niederlage unserer Fußballer?
“Schon auch ein bisschen. Im Fußball sagt man oft, dass am Ende immer die Deutschen gewinnen, im Handball ist das nicht immer so. Wir haben das Spiel am Freitag gesehen und unsere Jungs hätten sich nach der super Leistung zumindest ein Unentschieden verdient. Natürlich können wir die wahrscheinlich verpasste EM-Quali der Fußballer nicht wettmachen, aber wir können zumindest dafür sorgen, dass eine österreichische Mannschaft unser Land bei einer Europameisterschaft im Jahr 2012 vertritt. Wir werden alles daran setzen, dass diesmal nicht Deutschland als Sieger vom Platz geht – vielleicht drücken uns unsere  Fußballer auch ein bisschen die Daumen und fiebern mit uns mit.”

Quelle: ÖHB

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