Rheinvorland wird geräumt

Tonnenweise Sand wird vom Rheinvorland in den Rhein geschoben.
Tonnenweise Sand wird vom Rheinvorland in den Rhein geschoben. ©A. J. Kopf
Sand im Rheinvorland wird abgetragen

Tonnenweise Sand wird derzeit mittels Schubraupen vom Rheinvorland auf Höhe Fußach über den Damm in den Rhein geschoben. Teilweise wurde das Rheinvorland nämlich zwischen 80 cm und 1 m tief mit dem Material zugedeckt. Die Schmelzwässer im Frühjahr sollen das Material in den See führen. Den Sand in den Rhein zu schieben ist erheblich umweltfreundlicher als ein Abtransport per Lkw, zudem sind die Kosten geringer.

“Zwischen 50.000 und 100.000 Kubikmeter Material müssen aus dem Rheinvorland geräumt werden”, so Rheinbauleiter DI Martin Weiß. Der Rhein lagert das Material beim Hochwässern immer wieder im Vorland ab. Damit das Vorland nicht völlig verlandet, muss es regelmäßig geräumt werden, um die Gefahr einer Überflutung der Dämme zu reduzieren. “Wir geben dem Rhein das Material zurück, das er selbst hergeführt und am falschen Platz abgelagert hat”, formuliert es Flußbaumeister Otto Sohm.

Die Arbeiten ziehen sich über mehrere Jahre, sie dürften erst 2015 abgeschlossen sein und müssen danach in absehbarer Zeit (5 bis 10 Jahre) erneut gestartet werden. Eine der Ursache für die lange Dauer ist die kurze Zeitspanne von 3 bis 4 Monaten, die zum Arbeiten bleibt. Rheinbauleitung und Flussbauhof müssen Rücksicht nehmen auf Fischbrütlinge und Vogelbrut, ebenso kann nicht gearbeitet werden, wenn der Rhein viel Wasser führt.

Deshalb ist immer nur ein Abschnitt in Arbeit. Derzeit wird das Rheinvorland unterhalb der Rheinbrücke Hard-Fußach geräumt, zwischen November 2011 und März 2012 geht es stromaufwärts Richtung Höchst-Brugg.

Zusätzlich zur Wiederherstellung der Sohltiefe im Rheinvorland müssen auch die Rheindämme von Ablagerungen von Sand oder Letten befreit werden, weil sonst die erforderliche Abflusskapazität nicht mehr gegeben wäre. Die Ablagerungen engen den Rhein ein und betragen innerhalb weniger Jahrzehnte zwischen 3 und 6 m. Auf diesem Untergrund wachsen zudem Bäume und Sträucher, die den Abfluss des Wassers weiter beeinträchtigen.

Rheinbrücke Hard-Fußach,Fußach, Austria

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