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Rezession in Österreich sorgt für Anstieg bei Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit im ist im 3. Quartal deutlich höher als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosigkeit im ist im 3. Quartal deutlich höher als vor einem Jahr. ©APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)
Im dritten Quartal dieses Jahres ist die Gesamtzahl der Beschäftigten in Österreich um 0,9 Prozent auf über 4,5 Millionen gestiegen. Gleichzeitig hat die Arbeitslosigkeit jedoch ebenfalls stark zugenommen.
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Laut Angaben von Statistik Austria waren 247.200 Menschen auf der Suche nach Arbeit, was einer Steigerung um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. "Die Rezession wirkt sich merklich auf den Arbeitsmarkt aus", so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Auch Zahl der Beschäftigten gestiegen

Im Dienstleistungsbereich ist die Anzahl der Erwerbstätigen gestiegen, während sie in der Landwirtschaft sowie in Industrie und Gewerbe zurückgegangen ist. Von Juli bis September waren durchschnittlich 4,532.100 Personen ab 15 Jahren erwerbstätig. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies trotz der Rezession ein Anstieg um 41.000 Erwerbstätige (plus 0,9 Prozent). Die Erwerbstätigenquote, also der Anteil der Erwerbstätigen an allen Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren, betrug bei Männern 78,9 Prozent, bei Frauen 70,9 Prozent und insgesamt 74,9 Prozent.

Im dritten Quartal des Vorjahres stieg die Anzahl der Erwerbstätigen ausschließlich aufgrund des deutlichen Zuwachses an Beschäftigten in Dienstleistungsberufen (plus 80.100 bzw. plus 2,6 Prozent) an. In den Bereichen Land- und Forstwirtschaft (minus 19.800 bzw. minus 12,3 Prozent) sowie Industrie und Gewerbe (minus 19.200 bzw. minus 1,6 Prozent) nahm die Anzahl der Erwerbstätigen im Berichtszeitraum ab. Insbesondere der Bau war von der schwachen Konjunktur betroffen.

Arbeitslosigkeit im 3. Quartal zum dritten Mal in Folge gestiegen

Im dritten Quartal dieses Jahres ist die Anzahl der Arbeitslosen nach internationaler Definition im Vergleich zum Vorjahr zum dritten Mal in Folge gestiegen. Zwischen Juli und September waren 247.200 Menschen auf der Suche nach Arbeit, was einem Anstieg um 25.500 Personen bzw. 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Arbeitslosenquote ist somit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,5 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent gestiegen. Dabei war der Anstieg bei Männern etwas stärker (plus 0,6 Prozentpunkte) als bei Frauen (plus 0,3 Prozentpunkte), obwohl es weiterhin eine hohe Anzahl offener Stellen gab.

Bei ausländischen Bürgern war der Anstieg der Arbeitslosenquote nach internationaler Definition deutlicher als bei österreichischen Staatsangehörigen. Bei Ausländern stieg die Quote um 1,7 Prozentpunkte auf 10,4 Prozent, während sie bei Österreichern nur um 0,1 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent anstieg. Personen mit höchstens Pflichtschulabschluss verzeichneten ebenfalls einen überdurchschnittlich starken Anstieg der Arbeitslosenquote um 1,4 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent.

(APA/Red)

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