Reporter Dr. Orter am 14. Oktober bei Kultur.Leben

Der preisgekrönte ORF-Journalist Dr. Friedrich Orter ist am Mittwoch, dem 14. Oktober zu Gast in Nüziders.
Der preisgekrönte ORF-Journalist Dr. Friedrich Orter ist am Mittwoch, dem 14. Oktober zu Gast in Nüziders. ©Internet

Nüziders. Von seinen größten Himmelfahrten und Höllentrips wird Dr. Friedrich Orter am Mittwoch, dem 14. Oktober um 20 Uhr im Sonnenbergsaal Nüziders erzählen. Der bekannte ORF-Journalist und Buchautor ist auf Einladung der Veranstaltungsreihe “Kultur.Leben” zu Gast.

In seinem Buch “Himmelfahrten.Höllentrips.” nimmt Friedrich Orter den Leser mit an die Kriegsschauplätze dieser Welt. Mit einfühlsamen und persönlichen Berichten schildert er wie es ist, als Kriegsreporter ständig in Gefahr zu sein. Dies alles, um die Fernsehzuschauer in der fernen Heimat mit den notwendigsten Informationen zu versorgen. Darüber hinaus berichtet Orter über seine Freunde unter den Journalisten und Kameraleuten, die während eines dieser Höllentrips ihr Leben verloren haben. Orter: „Zu viele Kollegen, mit denen ich am Vorabend eines Drehtages bei einem Glas Bier an der Bar noch über gemeinsames Arbeitsleid scherzte, kamen am nächsten Tag von den Frontlinien und Bürgerkriegsschauplätzen nicht mehr lebend zurück.” Der Reporter vermisst sie sehr. „Entweder du bringst eine Story oder du wirst selber eine“, meinte manchmal einer von ihnen ironisch. Zu den Reisezielen des preisgekrönten ORF-Reporters zählen Pakistan, Irak, Iran, Jordanien, Libanon, Palästina, Türkei, Bulgarien, Rumänien, Mazedonien, um nur einige zu nennen. Er kennt diese Regionen wie seine eigene Westentasche. Der Kriegsberichterstatter Orter erzählt von Begegnungen mit Menschen und ihren Lebenswelten, die zu den gefährlichsten Krisenherden der Erde gehören. Seine Reportagen sind einfühlsame, persönliche Berichte mit politischen Hintergrundinformationen. “Ein Reporter, der von Kriegen in fernen Ländern berichtet, soll das Furchtbare des Krieges einer Gesellschaft erklären, die nicht mehr weiß oder nicht mehr wissen will, was Krieg bedeutet”, sagt Orter. Dem Journalisten soll es dennoch gelingen, die Erwartungshaltung des Zuschauers, Zuhörers oder Lesers zu erfüllen. Selbst wenn dieser den Kriegsterror nicht wahrnehmen will. Orter in “Himmelfahrten.Höllentrips.”: “Ich starre in das tote Gesicht eines Selbstmordattentäters im flirren Nachmittagsschein einer Bagdader Moschee und frage mich: Was hat diesen Menschen bewogen, seinen Körper als Waffe einzusetzen?“

Friedrich Orter arbeitet seit 1975 als Redakteur und Reporter beim ORF. Für seine Reportagen und Dokumentationen aus den Balkankriegen, vom Afghanistan- und Irakkrieg, aus Zentralasien, dem Nahen und Mittleren Osten wurden ihm mehrere Preise verliehen: der Dr.-Karl-Renner-Preis für Publizistik, Preis des Österreichischen Roten Kreuzes, ROMY-Fernsehpreis, OSZE-Preis für Journalismus und Demokratie, Dr.-Felix-Ermacora-Preis für Menschenrechte und der Concordia-Preis für Publizistik. Sein erstes Buch „Verrückte Welt“ ging über 25.000 Mal über den Ladentisch. Dafür erntete Orter ein Goldenes Buch. “Verrückte Welt” wurde zum beliebtesten politischen Buch des Jahres 2006 gewählt. Sein neuestes Buch „Himmelfahrten. Höllentrips.“ erschien am 2. Oktober 2008 beim Ecowin Verlag. Stimmen zum Buch: Kleine Zeitung, Tageszeitung: “Genauer und analytischer als es laufende Bilder können, wirft er (Orter) den professionellen Blick hinter die Fratze des Krieges und das Grauen der Unmenschlichkeit, indem er beschreibt, was Kameras nicht einfangen können.” Armin Wolf, ORF: “,Die Wahrheit ist immer konkret‘, hieß es bei Brecht. Fritz Orter ist stets auf der Suche nach dieser konkreten Wahrheit. Ein Reporter im allerbesten Sinne: Erfahren, aber immer neugierig, unvoreingenommen, umfassend gebildet, mit dem Blick für das große Ganze und das aufschlussreiche Detail und mit der Gabe, packend zu erzählen.” Die Presse, Tageszeitung: “Der vermutlich beste Reporter des ORF (…). Bei Orter steht und stand stets das Bemühen im Vordergrund, dem Publikum das Geschehen fast physisch greifbar zu machen. Und dennoch verliert er nicht die größeren Zusammenhänge.”

Quellen: http://www.salzburg24.at und http://www.ecowin.at – Autor: Gerhard Scopoli

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