Rekordtiefe Zinsen: Interesse an Wertpapieren steigt

Rekordtiefe Zinsen: Interesse an Wertpapieren steigt.
Rekordtiefe Zinsen: Interesse an Wertpapieren steigt. ©DPA
Schwarzach. Langsam, aber doch, erholt sich die globale Wirtschaft. Gleichzeitig bleiben die Inflationsraten niedrig. Vor diesem Hintergrund setzen auch die Vorarlberger immer mehr auf Wertpapiere, wie eine aktuelle Studie zeigt.
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Die globale wirtschaftliche Erholung ist im Gang. Gleichzeitig bleiben die Inflationsraten niedrig. Die Leitzinsen in der Eurozone und den USA – und damit auch die Geldmarktzinsen – verharren deshalb bis auf weiteres auf einem sehr niedrigen Niveau. Trotz gestiegener Volatilität werden die wichtigsten Kapitalmärkte optimistisch beurteilt.

Vor diesem Hintergrund werden Wertpapiere für Anleger immer interessanter. Noch deutlicher als im Österreichschnitt ist den Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern bewusst, aktuell am Sparbuch durch die Inflationsschere Geld zu verlieren. In einer aktuellen IMAS-Studie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen stuft jedoch fast jeder Zweite in Vorarlberg sein Wissen rund um Wertpapiere als mangelhaft (46 Prozent) ein.

Keine Inflation in Sicht

Sowohl global gesehen als auch in der Eurozone erholt sich die Wirtschaft. Die Exporte haben den ersten Impuls gebracht und die Investitionen gestützt. Die Arbeitslosenraten sind zwar nach wie vor hoch, stabilisieren sich aber zunehmend, was zu positiven Effekten beim Konsum führen sollte. Diese Situation führt besonders in der Peripherie zu einem Abwärtsdruck bei Löhnen und Preisen. Auch infolge des niedrigen Ölpreises sollte deshalb die Euro-Inflation bis 2014 nahe 1 Prozent bleiben und erst 2015 wieder leicht ansteigen.

Weiter tiefe Zinsen

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die Zinsen für längere Zeit niedrig lassen, was auch angesichts der niedrigen Inflation angebracht ist. Weitere Maßnahmen seitens der Zentralbank sind sehr wahrscheinlich. Die Liquidität bleibt großzügig und mindestens bis Mitte 2015 unlimitiert. Das spricht für niedrige Geldmarktsätze und auch für Liquidität, die in die sogenannten Risiko-Anlageklassen wie Hochzins-Anleihen oder Aktien fließen wird.

Land der Wertpapierbesitzer

Wie die IMAS-Studie im Auftrag der Erste Bank und der Sparkassen, stehen die Vorarlberger Wertpapieren gegenüber durchaus offen gegenüber. Auch wenn in Österreich das Sparbuch unter allen Anlageklassen seit Jahrzehnten auf Platz eins liegt, so machen sich in Zeiten niedriger Zinsen doch immer mehr Sparer Gedanken über Alternativen, besonders im langfristigen Bereich. Wenn auch fast jeder Zweite sein Wissen rund um Wertpapiere als mangelhaft einstuft, wissen doch 87 Prozent der Vorarlberger um den Realverlust am Sparbuch Bescheid. Ein Drittel der Vorarlberger hält Wertpapiere für das geeignete Mittel, um dagegen anzukämpfen und besitzt bereits persönlich oder gemeinsam mit dem Partner Wertpapiere. Im Österreichschnitt sind das nur 26 Prozent.

Individuelles Risikoprofil berücksichtigen

“Das Sparbuch ist für die kurzfristige Liquidität wichtig und notwendig. Für längerfristige Veranlagungen die über der Inflation liegen, sollte man aber über die eigene Veranlagungsstrategie neu nachdenken”, meint Anton Steinberger, stellvertretender Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. Bei Wertpapieren müsse immer das individuelle Risikoprofil berücksichtigt werden, denn nicht alle Wertpapiere seien für alle Risikoprofile geeignet. Im Bereich der gemanagten Vermögensverwaltungen gebe es auch für sicherheitsbewusste Anleger interessante Möglichkeiten. (Red.)

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