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„Reiten ist Balsam für Geist und Seele“

In erhöhter Perspektive genossen die beiden Reiterinnen den Frühling in der Riedlandschaft.
In erhöhter Perspektive genossen die beiden Reiterinnen den Frühling in der Riedlandschaft. ©Edith Hämmerle
Bedürfnis nach Bewegung und Sonne tanken war nach frostigen Wochen groß.
Reiten ist Balsam für Geist und Seele

Lustenau, Dornbirn. Ob Spazieren, Joggen, Radfahren oder Reiten – das strahlende Wetter am Wochenende brachte Leben in die Riedlandschaft, wo alles sprießt und blüht. Nach den kühlen Temperaturen der vergangenen Wochen war die Sehnsucht nach Wärme groß, und es gab sie, wenn auch nur in bescheidenem Maß. Hoch zu Ross waren Sarah Mennel (34) und Melanie Seethaler (30) im Lustenauer Ried unterwegs und genossen den Blick in erhöhter Perspektive auf den Frühling. Sie lieben ihre Pferde über alles, die im Pferdestall Haslacherhof in Lustenau eine Unterkunft haben. Die gleichen Interessen verbinden die beiden Frauen seit Jahren, und Reiten zählt schon seit Kindheit zu ihren Hobbys. Mehr noch, sind sich die beiden Pferdeliebhaberinnen einig: „Reiten fördert nicht nur die körperliche Fitness – es ist Balsam für Geist und Seele.“ Das wiege die hohen Kosten, die sie in den Reitsport investieren, mehr als auf. Für den Austritt bevorzugen sie das weitläufige Gebiet um den Sender Richtung Hohenems bis in das Schweizer Ried.

Gegenseitige Rücksichtnahme

Sarah Mennel kommt aus Diepoldsau regelmäßig nach Lustenau zum Pferdestall, um ihren Vierbeiner auszuführen und zu pflegen. „Wegen der Pandemie gab es eine lange Pause, bis wir mit dem Training wieder beginnen konnten. Erst seit drei Wochen ist es wieder möglich“, erzählt die Diepoldsauerin nach der herben Einschränkung mit Freude.
Nicht anders ergeht es Melanie Seethaler. „Das Training ging mir unwahrscheinlich ab“, bedauert die Dornbirnerin, die schon als Neunjährige mit dem Reitunterricht begann und seither jede freie Minute in den Sport investiert. Dass der Reitsport auch viel Disziplin, Verantwortung und gegenseitige Rücksichtnahme verlangt, weiß die 30-Jährige aus Erfahrung und nennt es Glück, noch nie in eine verhängnisvolle Situation geraten zu sein. Anders war es bei ihrer Sportkollegin Sarah, die von einer brenzligen Begebenheit erzählt: Um wieder zurück zum Stall zu kommen, sei es manchmal unumgänglich eine Hauptstraße zu überqueren. Als ein Lkw in hohem Tempo vorbeiraste, schreckte das Pferd, lief rückwärts und wäre beinahe in einen nahegelegenen Riedgraben gerutscht. Doch die positiven Erfahrungen überwiegen. Die meisten Biker verlangsamen das Tempo, wenn sie am Tier vorbeifahren, bestätigen die Damen. Und das Aufeinander schauen könne man in Zeiten einer Pandemie am besten lernen, lachen die Reiterinnen, bevor sie ihre Pferde Richtung Hohenems und dann weiter in die Schweiz lenken. EH

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