Reisewarnung: "Alarmstufe rot" für Gewerbe und Handwerk

Bernhard Feigl, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
Bernhard Feigl, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. ©Steurer
Die Vorarlberger Handwerker sind aufgrund der deutschen Reisewarnung für Vorarlberg alarmiert.
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Die Betriebe aus dem Gewerbe und Handwerk sind das Rückgrat der Vorarlberger Wirtschaft, Deutschland ist der wichtigste Handelspartner und viele Handwerksbetriebe haben selbstverständlich auch Aufträge über der Grenze. Noch ist nicht vollkommen klar, wie sich die deutsche Reisewarnung für Vorarlberg auf den gewerblichen Grenzverkehr auswirkt. Im Moment wird man wohl mit einer Auftragsbestätigung nach Deutschland fahren dürfen. Es ist jedoch zu befürchten, dass es demnächst wieder zu Behinderungen kommen wird.

Bernhard Feigl, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, findet deutliche Worte zur aktuellen Situation: "Wir lassen es uns nicht gefallen, dass unsere Aufträge über der Grenze behindert oder verunmöglicht werden, weil einzelne schwarze Schafe durch Naivität und Uneinsichtigkeit zur weiteren Steigerung der Corona-Infektionen in Vorarlberg beitragen."

Die Vorarlberger Politik hat richtigerweise mit verschärften Maßnahmen auf den Anstieg der Infizierten-Zahlen reagiert. Die Handwerker haben überhaupt kein Verständnis dafür, dass mancherorts die Dramatik der Lage noch völlig verkannt wird und Lockerungen und Ausnahmen von den Coronamaßnahmen gefordert. Spartenobmann Feigl erklärt: "Wir fordern jetzt strenge Kontrollen und auch Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen: Es kann nicht sein, dass der gesamte Wirtschaftsstandort durch die Uneinsichtigkeit Einzelner schwerstens geschädigt wird. Wir müssen mit unseren Maßnahmen die deutsche Reisewarnung so schnell wie möglich wieder wegbekommen."

Bitschi: "Katastrophe für Tourismus und Handel"

FPÖ-Landesobmann Christof Bitschi bezeichnet die deutsche Reisewarnung für Vorarlberg als "echte Katastrophe für den heimischen Tourismus und den Handel". "Wenn die Gäste aus Deutschland nicht nach Vorarlberg kommen, kommt das für viele Betriebe einem Lockdown gleich", so Bitschi.

Angesichts der deutschen Reisewarnung fordert der FPÖ-Landesobmann von der Landesregierung eine klare Corona-Strategie. "Wer in panikartiger Manier sich ständig ändernde Vorgaben und erneute Einschränkungen produziert und wer für das eigene Bundesland eine Ampelschaltung auf Orange einfordert, der sollte sich nicht wundern, wenn das dann auch entsprechende Konsequenzen nach sich zieht. Die Menschen brauchen endlich Klarheit und Sicherheit, unsere Betriebe brauchen Planbarkeit und Verlässlichkeit", fordert Bitschi "ein Ende der schädlichen Chaos-Politik der schwarz-grünen Landesregierung der letzten Wochen".

Für die betroffenen Betriebe fordert Bitschi von der Landesregierung das sofortige Schnüren eines umfassenden Hilfs- und Unterstützungspaketes. "Die betroffenen Betriebe dürfen jetzt nicht noch einmal über Wochen und Monate im Regen stehen gelassen werden, denn das würden viele nicht überleben. Um eine weitere Rekordarbeitslosigkeit zu verhindern, braucht es deshalb rasch die notwendige Unterstützung und Hilfe statt ständig neuer Beschränkungen, die nur zu noch mehr Umsatzeinbußen führen", so der FPÖ-Landesobmann.

(Red.)

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