Rassistische Beschimpfungen: 43-Jähriger zeigt Lustenauer Gemeindebedienstete an

Die Schlägerei geschah am Blauen Platz in Lustenau.
Die Schlägerei geschah am Blauen Platz in Lustenau. ©VOL.AT/Rauch
Anfang des Jahres kam es in Lustenau zu einer Schlägerei, in die ein türkischstämmiger Mann (43) und zwei Gemeindebedienstete involviert waren. Nachdem der 43-Jährige vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen wurde (nicht rechtskräftig), geht er nun juristisch gegen seine Kontrahenten vor.
Schlägerei könnte doch Nachspiel haben
Angeklagter freigesprochen

Diese sollen ihn vor der Schlägerei rassistisch beleidigt und mit ihrer Position als Gemeindemitarbeiter gebrüstet haben, um den 43-jährigen türkischstämmigen Mann einzuschüchtern, so der Anwalt David Rosenberger. Er begründet die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft laut ORF Vorarlberg mit dem Vorwurf der Ehrenbeleidigung und Körperverletzung.* Ein Tatausgleich, der vorher im Raum stand, sei nicht gewollt.

Gemeinde wartet ab

Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP) will nun abwarten. Er habe auf den außergerichtlichen Ausgleich gehofft, nun werde die Gemeinde die weiteren juristischen Schritte verfolgen. Die beiden Mitarbeiter sind seit längerer Zeit wieder im Dienst, einer der Männer ist Beamter. Ob es tatsächlich zu einer Anklage kommt, entscheidet die Staatsanwaltschaft.

Der türkischstämmige 43-Jährige war vergangene Woche vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen worden, nachdem er das Gericht davon überzeugte hatte, in Notwehr gehandelt zu haben. Insgesamt waren vier Männer in die Schlägerei involviert, der 43-Jährige verletzte zwei davon schwer.

*Ursprünglich wurde hier auch der Vorwurf des “Missbrauchs der Position als Rathaus-Mitarbeiter” aufgeführt. Da der Tatbestand “Amtsmissbrauch” jedoch nie im Raum stand, wurde dieser entfernt.

(Red.)

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