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Rasern stehen schwere Zeiten bevor

Bregenz – Es ist doch sehr verwunderlich, was sich dieser Tage österreichweit rund um die Frontradar-Geräte abspielt. Die seit Jahren im Testbetrieb befindlichen Radarboxen, die zunächst unscharfe Bilder lieferten und schlussendlich doch funktionierten, werden nun abmontiert.
29 radarstandorte in Vorarlberg

Der Grund: Die Betreiberfirma Siemens hat sich im Mai aus dem Vertrag zurückgezogen.

Ohne Lenkerfoto kein Geld

Und so können sich vor allem die deutschen Touristen freuen und wieder ungestört durch Österreich rasen. Denn im Nachbarland ist die rechtliche Verfolgung nur mit Lenkerfoto möglich. Allerdings sollte diese Freude nicht allzu lange anhalten. Der Auftrag über die Frontradar-Fotografie wurde schließlich neu ausgeschrieben. Und den Zuschlag erhielt „Jenoptik“, die alsbald ihre Geräte zur Verfügung stellen wird.

Frontradar in Vorarlberg

In Vorarlberg wurden stationäre Frontradargeräte bisher noch nicht eingesetzt. „In absehbarer Zeit wird es aber auch bei uns solche Boxen geben“, ist sich Rudolf Salzgeber, Leiter der Verkehrsabteilung, sicher. Derzeit würden erste Standorte sondiert und Kontakte mit Grundstückseigentümern aufgenommen. Und auch Brigitte Hutter, Abteilungsvorstand Verkehrsrecht, bestätigt die baldige Inbetriebnahme der Geräte: „Es sollte nicht mehr allzu lange dauern, bis einige bestehende Radaranlagen mit einer zusätzlichen Frontkamera ausgestattet werden.“ Das wiederrum hinge entscheidend vom Innenministerium ab.

Lenkererkennung

Gleichwohl sind der Verkehrspolizei bereits seit Mai dieses Jahres mithilfe der sogenannten Lenkererkennung (siehe Bericht unten) Fotos vom Frontbereich der Fahrzeuge möglich. Die zwei Lenkerkameras werden aber ausschließlich im Bereich der mobilen Geschwindigkeitsmessung eingesetzt. Deutsche Fahrer können damit natürlich auch fotografiert werden. Das sei aber gar nicht so wichtig. „Die Zahlungsmoral unserer Nachbarn ist sehr hoch. Auch ohne rechtliche Verfolgung“, weiß Salzgeber.

64.671 Raser

Im vergangenen Jahr wurden in Vorarlberg 64.671 Geschwindigkeitsüberschrei­tungen protokolliert. Wohlgemerkt von stationären als auch von mobilen Radargeräten. Die Laserpistolen sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Das bedeutet, dass täglich durchschnittlich 177 Fahrzeuglenker geblitzt wurden. Im Jahr 2009 konnten insgesamt 63.138 Geschwindigkeitsverstöße gemessen werden. Die Tendenz ist also steigend.

VN: Wolfgang Heyer

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