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Rappenloch: Sanierungen laufen auf Hochtouren

Im kommenden Jahr wird die neue Rappenlochbrücke gebaut.
Im kommenden Jahr wird die neue Rappenlochbrücke gebaut. ©Stadt Dornbirn
Die Sanierungsarbeiten in der Rappenlochschlucht in Dornbirn laufen weiterhin. „Rund 80% des Felsmaterials, das nach dem Felssturz und der Sprengung die Rappenlochschlucht in Dornbirn verlegt hat, konnte in den vergangenen Monaten abgetragen und geräumt werden.

„Rund 80% des Felsmaterials, das nach dem Felssturz und der Sprengung die Rappenlochschlucht in Dornbirn verlegt hat, konnte in den vergangenen Monaten abgetragen und geräumt werden. Damit ist das Bachbett der Ebniter Ache wieder nahezu frei und die Gefahr einer unkontrollierten Flutwelle bei Hochwasser gebannt“, berichtet Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann. In den kommenden Wochen wandert der Schwerpunkt der Baustelle nach oben, in jenen Bereich, an dem die Widerlager für die neue Brücke gebaut werden.

Neue Rappenlochbrücke

Diese Arbeiten dienen auch für die Vorbereitung des Leergerüsts für die Brücke das noch heuer errichtet werden soll. „Die neue Rappenlochbrücke wird im kommenden Jahr gebaut, bis zum Sommer 2022 soll sie in Betrieb gehen können. Bis dahin ist weiterhin mit Verkehrsbehinderungen und Baustellenverkehr zu rechnen“, ergänzt Vizebürgermeister Markus Fässler. In dieser Woche wurde die Beschilderung rund um das Gebiet erneuert. Wanderer und Radfahrer sollen so möglichst sicher an der Baustelle vorbeigeführt werden. Die Einschränkungen sind allerdings bis zur Fertigstellung beachtlich und die Stadt ersucht in diesem Bereich um besondere Vorsicht.

©Stadt Dornbirn

Alternative für Wanderer

Für Wanderer und Ausflügler ist das Alploch eine gute und attraktive Alternative, um dem Baustellenbetrieb zu entgehen. Mit dem Ebniterbus gelangen sie bequem zum oberen Einstieg in das Alploch. Beim Staufensee befindet sich eine weitere Haltestelle für die Rückfahrt, wodurch der Weg rund um den See und an der Baustelle entlang vermieden werden kann. Alternativ zum Alploch empfiehlt sich auch die Wanderung ausgehen von der Haltestelle Alploch hinauf zum „Kirchle“ einem weiteren Naturschauspiel in diesem Gebiet. Der untere Bereich des Rappenlochs, ausgehen vom Gütle ist ebenfalls gut begehbar. Mountainbiker werden gebeten, die Baustelle über den Beckenmann in Richtung Ammansbrücke zu umfahren. Die Ausweichrouten sind gut beschildert. An mehreren Stellen wurden auch Übersichtspläne zur besseren Orientierung und Planung angebracht.

Um der Baustelle zu entgehen, gibt es einige alternative Wege.
©Stadt Dornbirn

Regelmäßige Kontrollen

Dass das Umfeld der Rappenlochschlucht geologisch äußerst sensibel ist, haben die beiden Felsstürze vor rund neun Jahren und im vergangenen Jahr gezeigt. Für die notwendige Sanierung der Schlucht wurden deshalb bereits im Vorfeld zahlreiche Experten beigezogen, unter anderem zwei Geologen, die sowohl die Sprengungen, als auch die laufenden Arbeiten begleiten. Die Felswände werden für die laufende Überprüfung alle zwei Monate von Experten „überstiegen“, also beklettert, um Veränderungen oder Risse möglichst frühzeitig erkennen zu können. Aufgrund der laufenden Arbeiten kommt es bis zum Sommer des kommenden Jahres zu Einschränkungen entlang der Wanderwege sowie an der Ebniterstraße. Mit der Sanierung im Rappenloch wird auch die für die Stadt äußerst wichtige Quellableitung aus dem Ebnitertal gesichert; immerhin bezieht die Stadt rund ein Drittel ihres Trinkwassers aus dieser Quelle. Langfristig sichert die Stadt mit diesen Maßnahmen auch den Staufensee und eines der beliebtesten Naherholungsgebiete Dornbirns, aufgrund der Barrierewirkung.

Zur Geschichte im Rappenloch

Vor rund neun Jahren riss ein Felssturz die Rappenlochbrücke in die Schlucht und verlegte das Flussbett der Ebniter Ache. Mit einer vom Bundesheer zur Verfügung gestellten Ersatzbrücke und einer neuen Steganlage durch das Rappenloch wurden erste, wichtige Maßnahmen gesetzt. Für eine nachhaltige Sanierung dieses bedeutenden Naherholungsgebiets zwischen dem Kraftwerk Ebensand, dem Staufensee und der Rappenlochbrücke wurde ein Gesamtkonzept erarbeitet und in Angriff genommen: Sprengen eines überhängenden Felskopfs oberhalb der Behelfsbrücke, Räumung des Bachbetts, Spülung des Staufensees und Neubau der Rappenlockbrücke. Diese Maßnahmen werden derzeit umgesetzt.

(VOL.AT)

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