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Rankweils Budget 2021 steht fest

Luftaufnahme von Rankweil
Luftaufnahme von Rankweil ©Robert Knecht
Die Rankweiler Gemeindevertretung hat den Budgetvoranschlag 2021 am Dienstag, 22. Dezember, beschlossen. Die Gesamtsumme der Mittelverwendung im kommenden Jahr beträgt rund 39,9 Mio. Euro, investiert werden sollen 5,7 Mio. Euro – und zwar vorwiegend in Bildung und Infrastruktur.

Bei der Kommunalsteuer und den Ertragsanteilen – das ist Geld, welches Rankweil vom Bund erhält – ist aufgrund der Covid-19 Situation mit massiven Einbußen zu rechnen: Die Kommunalsteuer wird um 700.000 Euro sinken, die Ertragsanteile fallen um 1,7 Mio. Euro geringer aus. Somit werden alleine aus diesen beiden Einnahmequellen rund 2,4 Mio. Euro in der Gemeindekassa fehlen – das entspricht einem Minus von 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ergebnis- und Finanzierungshaushalt
Vor diesem Hintergrund weist das Budget der Marktgemeinde Rankweil für 2021 Einnahmen in Höhe von 35,7 Mio. Euro und Ausgaben in Höhe von 39,9 Mio. Euro aus, was somit einen negativen Finanzierungshaushalt in Höhe von 4,3 Mio. Euro ergibt. „Ohne die durch Covid-19 bedingten massiven Ertragseinbrüche der Ertragsanteile und Kommunalsteuer wäre das operative Ergebnis in diesem Bereich positiv gewesen“, verdeutlicht Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall. Ähnlich sieht es bei dem im Ergebnishaushalt 2021 ausgewiesene Nettoergebnis nach Rücklagen von minus 5,1 Mio. Euro aus. Auch hier ist die Covid-19 Pandemie verantwortlich für einen bedeutenden Teil des Fehlbetrages.

Ausgaben und Investitionen
Ausgabenseitig ist Rankweil zudem mit steigenden Ausgaben im Bereich der Transferzahlungen konfrontiert, auf welche die Marktgemeinde Rankweil keinen Einfluss hat. Das sind insbesondere Zahlungen zur Abgangsdeckung an den Spitalsfonds, der Beitrag an den Sozialfonds sowie andere Transferleistungen, welche gegenüber dem Vorjahr rund 700.000 Euro mehr ausmachen. Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen für das kommende Jahr 5,7 Mio. Euro, was rund 14,3 Prozent der Gesamtausgaben der Marktgemeinde Rankweil entspricht. Rund 840.000 Euro werden in Schulen und Kinderbetreuung fließen, 1,3 Mio. in den Straßenbau und weitere rund 700.000 Euro in die Sanierung der Kanalisation, rund 1,5 Mio. Euro in den Erwerb von Immobilien oder rund 1,4 Mio. Euro in verschiedene kleinere Projekte. „Uns kommt in der angespannten finanziellen Lage zugute, dass wir in den vergangenen Jahren sehr gut gewirtschaftet haben. Trotz der finanziellen Hilfen des Bundes, müssen auch wir den Gürtel enger schnallen“, erklärt Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall.

Schulden und Rücklagen
Der Gesamt-Schuldenstand der Marktgemeinde liegt bei rund 14,6 Mio. Euro. Dies ergibt eine aktuelle Pro-Kopf-Verschuldung von rund 1.235 Euro bei 11.843 Einwohnern. „Wir werden die derzeit niedrigen Zinsen jedenfalls nutzen, um wichtige Investitionen teilweise fremd zu finanzieren und gleichzeitig bestehende Schulden abzubauen“, ergänzt Wöß-Krall. 2020 wurde rund eine Mio. Euro an Schulden zurückgezahlt. Die Rücklagen werden per Ende 2021 voraussichtlich rund 8,36 Mio. Euro betragen, 0,95 Mio. Euro davon sind zweckgebunden.

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