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Rätsel um "orange Flecken" gelöst: Seescheiden-Massenvermehrung im Wiener Haus des Meeres

Aufgrund der guten Wasserqualität vermehren sich die Seescheiden.
Aufgrund der guten Wasserqualität vermehren sich die Seescheiden. ©HAUS DES MEERES/GUENTHER HULLA
Das Rätsel ist gelöst: Viele Besucher glaubten, dass es sich bei den orangefarbenen Flecken in den Mittelmeer-Aquarien im Wiener Haus des Meeres, um Plastikmüll handelt. Grund für diese Flecken ist allerdings die enorme Seescheiden-Massenvermehrung, die wahrscheinlich durch die Temperaturen und die gute Wasserqualität gefördert wird.

Das Rätsel um die vielen orangefarbenen Flecken, die auf Felsen und Seegrasblättern der Mittelmeer-Aquarien im Haus des Meeres wachsen, hat der Zoo nun aufgelöst: Bei den unnatürlich aussehenden Belägen handelt es sich um Seescheiden – Wirbeltiere, die sich im Wiener Zoo derzeit massenhaft vermehren, wie am Mittwoch in einer Aussendung mitgeteilt wurde.

Mit großer Wahrscheinlichkeit sei das Phänomen durch die ansteigenden Frühlingstemperaturen im Gebäude ausgelöst worden. Außerdem sei die Vermehrung der bunten Lebewesen ein guter Indikator für eine ausgezeichnete Wasserqualität, schrieb der Zoo. Das sei vielen Besuchern nicht bekannt gewesen. “Es wurde sogar vermutet, dass wir absichtlich bunten Plastikmüll in den Aquarien ausbringen, um unsere Besucher für das aktuelle Thema ‘Meeresvermüllung’ zu sensibilisieren”, hieß es.

Seescheiden-Massenvermehrung im Wiener Haus des Meeres aufgrund guter Wasserqualität

Seescheiden zählen – wie Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel, Menschen und alle anderen Säugetiere – zu den Wirbeltieren. Mit den Menschen sind sie verwandtschaftlich eng verbunden, denn sie sind sogenannte Chorda-Tiere und besitzen in ihrem frühkindlichen Lebensstadium einen namensgebenden, stützenden Rückenstab, der von einem Nervenstrang begleitet wird. Dieser Chorda-Stab ist die evolutionäre Urform der menschlichen Wirbelsäule. Sie verleiht den zunächst freischwimmenden Seescheiden die Stabilität, die sie als wendiges, fischähnliches Planktontier brauchen, informierte der Zoo.

Nach bereits wenigen Tagen ändert sich ihre Lebensweise der Tiere und es zieht sie zum Meeresboden, wo sie schnell anwachsen, um viele Monate als orangefarbige Seescheidenkolonien weiterzuleben. Ihre Nahrung sind einzellige, schwebende Planktonlebewesen, die sie aus dem Atemwasser filtrieren, das sie durch ihren Körper pumpen. Seescheiden werden häufig mit Meeresschwämmen verwechselt. Auch diese überziehen als bunte, wasserpumpende Beläge den Meeresboden, sind aber mit den Seescheiden – und somit auch den Menschen – nicht näher verwandt.

(APA/Red)

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