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Radweg Koblach: Heftige Wortgefechte bei Demo

Koblach - Der Streit um den Radwegbau im Koblacher Ried hat am Montag seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Rund ein Dutzend Demonstranten stellten sich den Baumaschinen in den Weg.    | Bgm. vs. Demonstranten  | Bgm. & Gernot Längle (BH)  |    

Erst nach teilweise heftigen Wortgefechten mit dem Koblacher Bürgermeister Fritz Maierhofer und Gernot Längle von der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch gaben die Naturschützer nach und ließen die Bagger ihre Arbeit wieder aufnehmen.

„Wir werden morgen wieder kommen“, gab sich der Sprecher der Bürgerinitiative, Hans Knünz, unnachgiebig.

„Dafür notwendig ist eine schriftliche Anmeldung der Demonstration mindestens 24 Stunden vor Beginn. Die Versammlung der Radweg-Gegner am Montag wurde weder rechtzeitig noch schriftlich angemeldet. Deshalb haben wir die Demonstranten aufgefordert, das Feld zu räumen. Wenn sie demonstrieren wollen, dann müssen sie sich an die Spielregeln des Versammlungsrechts halten“, erklärte Gernot Längle, Leiter der Abteilung Polizei bei der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch.

Der Koblacher Bürgermeister Fritz Maierhofer verwies in den Diskussionen mit den Radweg-Gegnern auf positive Baugutachten und auf den Nutzen des Weges für die Koblacher Bevölkerung. Die Demonstranten hielten knapp 700 gesammelte Unterschriften gegen den Bau und das ihrer Meinung nach unkorrekte Vorgehen der Behörden bei diesem Projekt dagegen.

Die Fronten im Koblacher Radweg-Streit bleiben also verhärtet, eine Einigung zwischen Naturschützern und Gemeindevertretern ist nicht in Sicht.

Rauch für Runden Tisch

Damit die Situation in Koblach nicht vollends eskaliert, fordert Rauch die Einberufung eines Runden Tisches, an dem der Koblacher Bürgermeister, die Bezirkshauptmannschaft, die Bürgerinitiative und die zuständigen Landesräte Rein und Schwärzler teilnehmen sollen. “Das wäre wohl der vernünftigere Weg als ein vollkommen überzogener Polizeieinsatz gegen engagierte Umweltschützer”, so Rauch in einer Aussendung.

Am Montag Abend haben die Aktivisten der Bürgerinitiative den Koblacher Gemeindemandataren im Gemeindeamt ihr Anliegen geschildert. „Uns geht es darum, jetzt einen Baustopp zu erreichen, damit sich alle Beteiligten in Ruhe an einen Tisch setzen und sachliche Gespräche führen können“, so Hans Knünz, der Sprecher der Bürgerinitiative. Die Reaktionen der Koblacher Gemeindepolitiker seien laut Knünz „eher verhalten“ gewesen, einzig die Oppositionsparteien würden überlegen, die Radweg-Gegner zu unterstützen.

Knünz betonte im Gespräch mit VOL Live ein weiteres Mal, dass er und seine Mitstreiter nicht aufgeben werden. Auch am Dienstag sind Aktivisten an der Baustelle im Koblacher Ried vor Ort um ihren Protest kund zu tun. „Wenn unsere Proteste weiter keinen Erfolg haben, werden wir den Weg übers Gericht suchen“, so Hans Knünz.

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