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Quo vadis Bildungszentrum?

Bestgewerteter Entwurf für das Bildungszentrum Hofen
Bestgewerteter Entwurf für das Bildungszentrum Hofen ©Henning Heilmann
Ein Jahr nach Abschluss des Architekturwettbewerb für das geplante Bildungszentrum Frastanz-Hofen werden die Planungen neu aufgerollt. Grund sind die gestiegenen Kosten für den Entwurf, welcher dem „Neuen Pädagogischen Konzept“ am ehesten gerecht wurde.

Frastanz. (he) Das Bildungszentrum soll an der bestehenden Volksschule durch Umbau und Erweiterung unter weitgehender Erhaltung des Bestands entstehen. Ein Planungswettbewerb, an dem sich insgesamt 20 Architekturbüros beteiligt hatten, war schon Ende 2015 mit der Präsentation der bestbewerteten Projekte im Adalbert-Welte-Saal abgeschlossen worden. Das Projekt von Pedevilla Architekten, das unter den eigereichten Ideen den Vorstellungen am nächsten kam, erwies sich auch nach einer Überarbeitung aus finanziellen Gründen als unrealisierbar: Gesamtkosten von über 20 Millionen Euro seien für die Marktgemeinde nicht zu stemmen. Bürgermeister Eugen Gabriel erklärt, die Berater hätten den Kostenaufwand zu niedrig einkalkuliert. Nun soll der Raumplan nochmals überarbeitet und den Kostengrenzen angepasst werden.

Möglich ist aber weiterhin, dass nach einer vertieften Betrachtung der Einsparmöglichkeiten der Entwurf von Pedevilla etwas abgewandelt und abgespeckt umgesetzt wird. Das neue Bildungszentrum Frastanz Hofen soll mit 5 Millionen Euro gefördert werden, und im Budget der Marktgemeinde sind 10 Millionen Euro veranschlagt. Somit ergeben sich etwa 5 Millionen Euro, die beim geplanten Projekt noch eingespart werden müssen.

Warum wurde kein Projekt im Architekturwettbewerb den Anforderungen des „Neuen Pädagogischen Konzepts“ und zugleich den finanziell gegebenen Vorgaben gerecht? Architekt DI Joachim Schmidle aus Frastanz, welcher im Planungswettbewerb für das Bildungszentrum Hofen teilgenommen hat, sieht den Hauptgrund für die Verzögerungen und die Nichterfüllbarkeit der Vorgaben in einer mangelnden Vorbereitung durch die Wettbewerbsorganisaton, im speziellen durch den beauftragten externen Betreuer.

„Erste Aufgabe wäre die generelle Überprüfung der Machbarkeit der Vorgaben. Weiters sind bei einem Bau aus den frühen 50er-Jahren statische Unterlagen eine Voraussetzung. Diese hätten schon in der Frühphase die Unmöglichkeit einer entsprechenden Adaptierung des Bestandes aufgezeigt. Die zwar sündteure, aber von den Wettbewerbsteilnehmern nicht verwendbare digitale Bauaufnahme passt ins Bild und ist ebenfalls der Wettbewerbsorganisation anzulasten“, erklärt der Architekt.

Die Organisatoren hätten erkennen müssen, „dass das komplexe Vorhaben eines hochgradig vernetzten Bildungszentrums bei gleichzeitiger Bestandserhaltung im vorgegebenen Kostenrahmen (lt Wettbewerbsausschreibung Bauwerkskosten netto € 7.000.000,00) nicht umsetzbar gewesen ist“, so Schmidle. Sein Vorschlag für die weitere Vorgangsweise: „Grundsatzdiskussion über Standort, Erhaltung des Bestandes und aber auch über das sehr ambitionierte pädagogische Konzept. Danach neuer Wettbewerb zumindest unter den 4 Erstplatzierten.“

Modernisierung wichtig

Die Volksschule Frastanz-Hofen entspricht 60 Jahre nach ihrer Eröffnung nicht mehr aktuellen Anforderungen. Der Kindergarten Hofen ist voll belegt. Steigende Nachfrage nach Kleinkinderbetreuung führt auch in der „Spielgruppe Sonnenschein” am Kirchplatz zu Engpässen. Es bot sich also an, nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen. Daher einigten sich Pädagogen aus Volksschule, Kindergarten und Kinderbetreuung, begleitet von Fachleuten, auf ein „Neues Pädagogisches Konzept“, welches ein gemeinsames Gebäude für Volksschüler, Kindergartenkinder und Kinder der Spielgruppe vorsieht.

Bildung unter einem Dach

Die zentrale Herausforderung ist es, altes und neues in einem Gebäude unter einem Dach zu verbinden und eine Bildungsstätte für die nächsten Jahrzehnte zu schaffen. Für Volksschule, Kindergarten und Kinderbetreuung sollen im Bildungszentrum über 4.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

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