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Quer durch Kolumbien – in rhythmischem Akkord

Mit viel Schwung und zugleich Feingefühl spielten Juan Carlos Diaz und Raphael Brunner.
Mit viel Schwung und zugleich Feingefühl spielten Juan Carlos Diaz und Raphael Brunner. ©Verena Kogelnig
„Das Kollektiv“ erquickte im TaS mit Werken von Bartók, Bechet und Piazzolla.
Das Kollektiv

Feldkirch Wahrhaft überzeitlich war das Programm „Timeless“ von Juan Carlos Díaz und Raphael Brunner. Die beiden Musiker, die seit 2014 im Duo „Das Kollektiv“ auftreten, spielten am Freitag im Theater am Saumarkt. Mit ihren brillanten, tänzelnden Arrangements verjüngten sie die dargebotenen Stücke, bei denen sich kammermusikalische Einflüsse mit Jazz und Klassikern des Nuevo Tango trafen.

Der Akkordeonist Brunner und der Querflötist Díaz schlossen vergangenes Jahr ihre Studien am Vorarlberger Landeskonservatorium in Feldkirch ab und absolvieren zurzeit ihr Masterstudium der Musik an der Hochschule Luzern. Das Duo trat schon in Georgien auf ebenso wie beim Salzburger Kammermusikfestival. Erst im Herbst präsentierten sie ihre erste CD. Ihr Konzert im TaS griff Titel dieses Albums auf und bediente sich zudem aus dem Programm ihrer zweiten CD, an welcher sie bereits arbeiten.

Lateinamerikanische Rhythmik und Leichtigkeit

Ob sie nun rumänische Volkstänze von Béla Bartók interpretierten, Jazz von Sidney Bechet oder Tangoklassiker von Astor Piazzolla und Gorka Hermosa, die Klänge kullerten ihnen ausgelassen von den Fingern. Mit dem Akkordeon bereitete Brunner ein Bett üppiger Töne, von dem aus sich die kristallenen Triller Díaz‘ aufschwangen. Schwermütige Stücke jonglierten sie auf ihre verspielte Weise, ohne deren ernste Seele fallen zu lassen. Ihr Können bewiesen sie durch die Bearbeitung schwieriger Werke rein nach dem Gehör, wenn ihnen zu diesen keine Noten zugänglich gewesen waren. Von ihrer Tournee durch Díaz‘ kolumbianische Heimat hatten sie nicht nur lateinamerikanische Lieder mitgebracht. Der aus Höchst stammende Brunner hatte seine Eindrücke von dem Land in eine Komposition verwandelt, in welche die ganz spezielle rhythmische Virtuosität des Duos eingeströmt war. Diese rhythmische Besonderheit, aus der viel der Leichtigkeit ihres Stils fließt, habe sich im Laufe des gemeinsamen Musizierens entwickelt, erklärte Brunner. In ihrem einfühlsamen Zusammenspiel, für das sie schon viel Lob erhielten, schufen sie eine mitreißende Lebendigkeit und fingen einander selbst nach melodiösen Pirouetten wieder mit Achtsamkeit auf. VKO

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