AA

Pyrotechnik ist seine große Leidenschaft

Bürs - Der Bürser Christian Steffko liebt Feuerwerke und verabscheut Böller.

An Hobbys mangelt es Christian Steffko weiß Gott nicht. Mit seinem Engagement bei der Rettung, seiner Funktion als Beirat des Reitclubs Montafon, aber auch dem Schießen auf dem Schießplatz der Schützengilde Klostertal in Dalaas zählt der technische Angestellte eine Freizeitbeschäftigung nach der anderen auf. Und doch gibt es eine Beschäftigung, die in seinen Augen ein besonderes Funkeln bewirkt – die Pyrotechnik. Im Jahr 2000 erfüllte sich der gebürtige Bludenzer einen lang ersehnten Kindheitstraum. Bei Bernd Doppler, einer Instanz in Sachen Feuerwerk, ließ er sich zum Pyrotechniker ausbilden, und an seinem 29. Geburtstag gründete er schließlich eine eigene Firma (SC Pyrotechnics). In der Zwischenzeit hat er sich mit diesem Ein-Mann-Unternehmen bis weit über die Grenzen hinaus einen Namen gemacht. Aufträge aus Deutschland, der Schweiz oder Tirol haben Steffko schon weit herumgebracht. „Einer der ausgefallensten Aufträge war auf einem 2800 Meter hohen Gletscher in Tirol”, schwelgt der Bludenzer, der bei seinen Einsätzen auf die Unterstützung von zehn Helfern zählen kann, in Erinnerungen. „Die Pyrotechnik ist eine Wissenschaft. Es gibt Feuerwerkskörper verschiedener Art, Form und Farbe. Die Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt”, versichert er und hält fest: „Die Elektronik ist dabei nicht mehr wegzudenken.”

Sicherheit geht vor

Obwohl oder gerade weil er mit hochexplosiven Materialien hantiert, liegt das Hauptaugenmerk des Perfektionisten auf dem Sicherheitsgedanken. „Jedes Feuerwerk ist gefährlich”, betont der Bürser. Dies ist mit ein Grund, warum er seine Zündanlagen selber entwickelt. „Dadurch habe ich immer und überall die Kontrolle darüber, was wann gezündet wird”, verrät der 37-Jährige stolz. Der Silvesterabend fällt im Hause Steffko trotz seiner Begeisterung für Feuerwerke wider Erwarten unspektakulär aus. „Zu Silvester verbringe ich einen gemütlichen Abend mit meiner Frau”, verrät er mit einem Schmunzeln und fügt beiläufig hinzu, „um Mitternacht schaue ich mir mit einem Lächeln im Gesicht die Feuerwerke im Bludenzer Talkessel an.” Auch wenn er selbst Silvesterraketen vertreibt, würde der Bürser bei seinen Auftritten nie eine Rakete zünden. „Für Profis sind Raketen absolut tabu”, stellt Steffko klar. „Vor allem aufgrund ihrer Form bieten sie dem Wind eine viel zu große Angriffsfläche.” Das ist nur einer der Gründe, warum der Bürser nicht müde wird, auf den Sicherheitsgedanken aufmerksam zu machen. „Als Verkäufer kann man nur warnen. Die Beaufsichtigung der Kinder liegt in der Verantwortung der Eltern”, hält er fest und empfiehlt, „die Kinder beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern nie unbeaufsichtigt zu lassen.” Die Bezeichnung ‚Kinderfeuerwerk‘ ist für seine Begriffe eine gefährliche Verharmlosung eines letztlich gerade für Laien immer riskanten Freizeitvergnügens.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • VN-Menschen
  • Bürs
  • Pyrotechnik ist seine große Leidenschaft
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen