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Psychologische Unterstützung über E-Card wird gefordert

Es führe kein Weg an klinisch-psychologischer Unterstützung auf E-Card vorbei.
Es führe kein Weg an klinisch-psychologischer Unterstützung auf E-Card vorbei. ©APA/HELMUT FOHRINGER (Symbolbild)
Bei einer Pressekonferenz in Wien äußerte sich Beate Wimmer-Puchinger, Präsidentin des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen (BÖP), positiv über die Aufnahme der klinisch-psychologischen Behandlung ins Allgemeine Sozialversicherungsgesetz (ASVG), bezeichnete dies als "Meilenstein".

Gleichzeitig forderten sie und andere Experten weitere finanzielle Unterstützungen für Betroffene. Wimmer-Puchinger betonte die Notwendigkeit einer klinisch-psychologischen Unterstützung über die E-Card.

Möglichkeit zur Behandlung auf Krankenschein wird gefordert

Aktuell können Versicherte eine klinische Psychologin oder einen klinischen Psychologen aufsuchen und anschließend einen Antrag auf Kostenzuschuss stellen. Wimmer-Puchinger und Vertreter von Organisationen wie Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Volkshilfe, der Armutskonferenz und der Österreichischen Krebshilfe kritisierten, dass dies für armutsbetroffene Personen nicht ausreichend niederschwellig sei. Wimmer-Puchinger hob hervor, dass jede Erkrankung eine Destabilität der Psyche mit sich bringe und forderte die Möglichkeit zur Behandlung auf Krankenschein.

Zur geplanten Regelung des Kostenzuschusses äußerte Wimmer-Puchinger die Hoffnung auf weitere Verbesserungen, besonders für sozial benachteiligte Menschen. Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe, betonte, dass Gesundheitsminister Johannes Rauch ein offenes Ohr für das Thema habe, wies jedoch darauf hin, dass die psychoonkologische Begleitung im ambulanten Bereich auf Spenden angewiesen sei.

Schenk kritisierte ungeklärte Finanzierung

Martin Schenk von der Armutskonferenz kritisierte die noch ungeklärte Finanzierung und appellierte an den Finanzminister, mehr Mittel bereitzustellen. Elisabeth Anselm vom Hilfswerk Österreich forderte entsprechende Verträge mit der Sozialversicherung für PsychologInnen und Institutionen. Diakonie-Direktorin Katharina Moser beklagte lange Wartezeiten und hohe Kosten für psychologische Behandlungen, vor allem für Familien mit geringerem Einkommen.

Erich Fenninger von der Volkshilfe wies in einem schriftlichen Statement auf die Ungleichheit in der Bewertung gesundheitlicher Probleme in Österreich hin, insbesondere bei der psychischen Gesundheit.

(APA/Red)

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