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Präsentation des Festspielprogrammes 2011

Bregenz – Am Freitagvormittag wurde im Bregenzer Festspielhaus das Gesamtprogramm der Bregenzer Festspiele 2011 vorgestellt. VOL Live war mit dabei.
Neues Programm der Bregenzer Festspiele vorgestellt
VOL Live sprach mit Festspielpräsident Rhomberg

„André Chénier“, das berühmteste Werk des italienischen Komponisten Umberot Giordano, gleichermaßen packend als leidenschaftliches Drama und als historischer Krimi, ist in den Sommern 2011 und 2012 erstmals auf der Bregenzer Seebühne zu sehen. Den Anfang im Reigen neuer Kompositionen im Festspielhaus macht die Oper „Achterbahn“ der bekannten Komponistin Judith Weir, deren Werk unter dem Titel „Schöpfung“ auch der Schwerpunkt des Festspielsommers 2011 gewidmet ist.

Neben den Seebühnen- und Festspielhausbühnenproduktionen versetzt Judith Weirs Kammeroper „Der blonde Eckbert“ die Zuschauer im Theater am Kornmarkt in ein Wechselbad zwischen Wahn und Waldesrauschen.

In den Orchesterkonzerten feiern die Bregenzer Festspiele in diesem Jahr Schöpfer und den schöpferischen Akt und stellen eine ganze Reihe von Menschen musikalisch in den Mittelpunkt, deren wacher Geist, überbordende Fantasie und einzigartige Kreativität Kunst, Literatur und Musik in den vergangenen Jahrhunderten geprägt haben. Einer der Höhepunkte der Konzertreihe ist das Gastspiel des Hallé Orchestra unter der Leitung von Sir Mark Eder.

Das Deutsche Theater Berlin bringt 2011 nicht nur zwei bemerkenswerte Stücke – das von der Kritik gefeierte Gorki-Werk „Kinder der Sonne“ und Roland Schimmelpfennigs „Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes“ in der Inszenierung des österreichischen Regiestars Martin Kusey – nach Bregenz. Mit Nina Hoss, Norman Hacker, Ulrich Matthes und Sophie von Kessel steht auch eine beachtliche Reihe von Theatergrößen auf der Bühne am Kornmarkt. Neu im Bund ist das Schauspielhaus Wien, das sich in den letzten Jahren einen Namen als Werkstatt für junge Autoren der Gegenwart gemacht hat. Es gastiert mit dem 2009 entstandenen Stück „Waisen“ von Dennis Kelly im Theater Kosmos.

Was hat Singen mit Frust zu tun, wo liegt der Zusammenhang zwischen Libido und Kreativität und was wird in der heutigen High-Tech-Welt eigentlich aus unserem Körper? Diesen Fragen geht „Kunst aus der Zeit 2011“ auf der Werkstattbühne und am Vorplatz auf den Grund: mit dem ersten „Bregenzer Beschwerdechor“, mit „Home Work“, einem neuen Musiktheater des Franzosen Francois Sarhan und mit „As if stranger“, einer intermedialen Performance des amerikanischen Tänzers Richard Siegal.

Die Jugendreihe “crossculture” bietet jungen Menschen die Chance, außerhalb der Festspielzeit ihre Kreativität zu entfalten und heruaszufinden, was ihnen Spaß macht und wo ihre Talente liegen. Neben den Klassikern „crossculture night“ und „fest des kindes“ findet 2011 auch eine Neuauflage der „crossculture week“ statt. Das Familienkonzert „der magische Klang und die Schurken“ zeigt, wie man seine größten Ängste musikalisch überwinden kann und so zitternde Knie im Rhythmus in den Griff bekommt.

Vorwurf der Verhinderungshaltung

Ein großer Punkt bei der Pressekonferenz zur Programmvorstellung waren die, vor wenigen Wochen im Landtag und den Medien verbreiteten Vorwürfe, das Festspielhaus würde sich weigern, die Seebühne für Drittveranstaltungen, wie etwa Pop- und Rockkonzerte, zu vermieten. Günter Rhomberg, Präsident der Bregenzer Festspiele, steht diesen Vorwürfen entschlossen entgegen: „Wir haben James Bond auf die Bühne geholt, es wurden Fußballübertragungen veranstaltet – es gibt also sehr wohl Drittveranstaltungen auf der Seebühne.“

Rhomberg sieht in dieser Diskussion auch viele Trittbrettfahrer. Derzeit wird die Seebühne für die nächsten Festspielproduktionen umgebaut. „Im momentanen Zustand will diese Bühne niemand mieten, aber wenn wir Millionen für ein neues Bühnenbild investieren, wollen die Leute auf einmal Konzerte veranstalten und die Stars holen“, so Rhomberg weiter und hebt die wirtschaftliche Lage hervor.

In unserem Video spricht Festspielpräsident Rhomberg mit VOL Live über die Vorwürfe und erklärt die Situation aus der Sicht der Bregenzer Festspiele.

VOL Live sprach mit Festspielpräsident Rhomberg

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