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Prozess gegen Tiroler Spitzenpolizisten geht nach elf Monaten weiter

Sex-Prozess um Spitzenpolizisten aus Tirol geht in die nächste Runde.
Sex-Prozess um Spitzenpolizisten aus Tirol geht in die nächste Runde. ©VOL.AT, Archivbild Mai 2011
Feldkirch - Der Prozess gegen einen hochrangigen Mitarbeiter der Tiroler Sicherheitsdirektion wegen geschlechtlicher Nötigung und Missbrauchs der Amtsgewalt wird nach knapp elf Monaten Unterbrechung am 19. Juni in Feldkirch fortgesetzt.
Sex-Prozess in Feldkirch
Polizist wird sexuelle Nötigung vorgeworfen

Die am Landesgericht Feldkirch geführte Verhandlung war zuletzt im Juli 2011 vertagt worden, weil eine Zeugin aus gesundheitlichen Gründen nicht aussagen konnte. Die Vorwürfe gegen den SID-Beamten reichen in die Jahre 2008 und 2009 zurück. Der Mann ist seit November 2009 vom Dienst suspendiert. Um keinen Anschein von Befangenheit aufkommen zu lassen, wird der Fall in Vorarlberg verhandelt.

Bis zu fünf Jahr Haft bei Schuldspruch

Prozessauftakt war am 26. Mai 2011, die Verhandlung wurde damals aber ebenso vertagt wie rund zwei Monate später am 21. Juli. Die Fortsetzung des Prozesses am 19. Juni ist von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr anberaumt – gibt es keine Überraschungen, dürfte wohl auch ein Urteil ergehen. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem Spitzenpolizisten bis zu fünf Jahre Haft.

Spermaspuren belegen Sex auf Couch

Die Anklage wirft dem Tiroler vor, eine Interessentin für den Polizeidienst in seinem Büro sexuell bedrängt zu haben. Der Mann stellte dies vor dem Schöffensenat vehement in Abrede und sieht die Anzeige des mutmaßlichen Opfers als Racheaktion. Das wiederum bestreitet die Frau. Der SID-Beamte gab im Verlauf des Prozesses an, dass es auf Initiative der Frau zwar drei Küsse gegeben habe, sexuelle Berührungen verneinte er jedoch nachdrücklich. Dass der engagierte Katholik und mehrfache Familienvater allerdings mit anderen Frauen Sex auf der Ledercouch seines Büros hatte, ist durch Spermaspuren belegt.

Polizist gibt Amtsmissbrauch zu

Zum Anklagepunkt des Amtsmissbrauchs hat der Mann vor Gericht bereits eingeräumt, in vier Fällen Protokolle von Testberichten von Sicherheitskontrollen am Innsbrucker Flughafen ohne Wissen der Autoren abgeändert und ans Innenministerium nach Wien geschickt zu haben. Zum einen sprach er von einem Irrtum und von “sozialen Erwägungen”, zum anderen falle die Abänderung der Berichte aber auch in seine ureigenste Kompetenz, rechtfertigte sich der Tiroler. APA

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