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Protest gegen Wunderski

Dem "Wunderski" von Andreas Goldberger und Skiflug-Weltmeister Sven Hannawald droht nach dieser Saison das Aus. [3.3.2000]

FIS-Renndirektor Walter Hofer bestätigte am Freitag bei den Finnischen Skispielen in Lahti, dass beim Weltcup-Finale am 19. März in Planica (Slowenien) über die Zukunft des Fischer-Skis entschieden werden soll.

Obwohl der gelbe “Wunderski”, auf dem Hannawald in Vikersund zum Titelgewinn bei der Skiflug-WM geflogen war, dem Reglement entspricht, formierte sich Widerstand der anderen Ski-Hersteller Atomic, Elan und Rossignol gegen die Innovation der Skifirma.

Offenbar sind die anderen Firmen aus technischen oder finanziellen Gründen nicht in der Lage, einen ähnlichen Ski zu produzieren. Nach den Spitzenresultaten der Fischer-Springer mit dem neuen Ski (Goldberger war am Kulm mit diesem Material auf 209,5 Meter gefolgen) wuchs der Druck der Spitzenspringer Martin Schmitt (Rossignol), Andreas Widhölzl und Janne Ahonen (beide Atomic) auf ihre Skifirmen, die nun bei der FIS Front gegen Fischer machten. “Es wurde argumentiert, dass die bestehenden Schanzen zu klein für unseren neuen Ski seien”, betonte der nordische Renndirektor der Firma Fischer, Gerhard Taller.

Die Konstruktion des Ski bedient sich einer Lücke im Reglement, das 11,5 cm maximale Skibreite und höchstens 10,5 cm im Bindungsbereich vorschreibt. Die Hersteller hielten diese Bestimmung durch Taillierung über die ganze Skilänge ein. Die Bretter von Fischer sind dagegen durchgehend 11,5 cm breit – bis auf eine Ausfräsung in der Bindungszone. Zudem wurde die Skispitze abgeflacht. 80 Quadratzentimeter mehr Skifläche stehen so zur Verfügung.

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