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Präventionsarbeit weiter verbessern

Markus Gmeiner
Markus Gmeiner ©Simon Tschann, Bürgermeister
Bludenz. „Ich verurteile die Tat zutiefst. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des Opfers, vor allem bei den drei Kindern“, reagiert Bürgermeister Tschann.

Es handelt sich um den 26. Femizid dieses Jahres in Österreich, der sich am Dienstagabend in Bludenz zugetragen hat!

Das Wichtigste ist jetzt, sich um die Versorgung der Kinder zu kümmern“, so der Bürgermeister. Dafür ist die Sozialabteilung der Stadt in enger Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Bludenz, der Kinder- und Jugendfürsorge sowie mit Einrichtungen wie dem Institut für Sozialdienste („ifs“). Auch mit der Schule und den Lehrpersonen der Kinder wurde bereits Kontakt aufgenommen und eine zusätzliche Betreuung für den Schulstart durch Fachleute organisiert.

„Ich bin tief betroffen. Jedes Tötungsdelikt ist eines zu viel“, äußert sich Sozial- und Familienstadträtin Andrea Mallitsch bestürzt und ergänzt: „Prävention und Gewaltschutz sind die richtigen Mittel, um gegen das erschreckende Ausmaß an Partner*innengewalt vorzugehen.“ Auch die Stadt selbst müsse hier ihre Angebote hinterfragen und gegebenenfalls gemeinsam mit dem Land verbessern. „Wir wollen vor allem die bereits bestehenden einschlägigen Einrichtungen bei deren Arbeit unterstützen. Ob es ein zusätzliches Angebot braucht, ist zu evaluieren“, kündigt Mallitsch an.

„Schauen wir darauf, dass die Kinder gut versorgt sind und lassen wir die richtigen Institutionen ihre Arbeit tun. Für uns alle muss das aber auch ein Weckruf sein: Jede einzelne Gewaltanwendung gegenüber Frauen ist eine zu viel – wegschauen gilt nicht“, betont Bürgermeister Tschann.

Bgm. Tschann zu SPÖ-Aussendung

Bedauerlich ist für Bürgermeister Tschann, dass so eine Tragödie tagespolitisch missbraucht wird. Wenig abgewinnen kann Tschann den SPÖ-Aussendungen von Clubobmann Bernhard Corn. „Mehr Stadtpolizisten hätten diesen Vorfall nicht verhindert. In diesem Fall wollte jemand vorsätzlich eine Straftat begehen, dagegen sind wir machtlos. Aufklärung und Präventionsarbeit wird in so einem Fall nicht von der Polizei geleistet und schon gar nicht von der Stadtpolizei. Versuchen wir doch, diese wichtige Arbeit der verschiedensten Institutionen zu unterstützen“, fordert Tschann den Verzicht auf „billiges politisches Kleingeld“. Denn die Forderung des SPÖ Klubobmannes Corn nach mehr Personal für die vom SPÖ-Obmann geleitete Stadtpolizei mute jedenfalls so an.

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