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Porno-Alarm auf Instagram: Eine unterschätzte Gefahr

Instagrams Kampf gegen Pornografie,
Instagrams Kampf gegen Pornografie, ©CANVA
Instagram, mit über einer Milliarde Nutzern, ist nicht nur eine Plattform für harmlose Freizeitbilder, sondern auch ein Tummelplatz für pornografische Inhalte und anzügliche Nachrichten. Auch minderjährige Nutzer sind betroffen.
“Unsere Kinder und ihre Sprache verrohen im Internet zusehends”

Die Beliebtheit von Instagram ist unbestritten, jedoch birgt die Plattform auch dunkle Seiten. Eine Recherche von "Techbook" zeigt auf, dass pornografische Inhalte und anzügliche Nachrichten allgegenwärtig sind. Mit bestimmten Hashtags findet man schnell Nacktbilder und Hardcore-Porno-Clips. Instagram unternimmt zwar Anstrengungen, um diese Inhalte zu filtern und zu löschen, doch die Flut an Pornografie scheint die Kontrollmechanismen zu überfordern. Innerhalb von Minuten kann man auf Inhalte stoßen, die definitiv nicht für alle Altersgruppen geeignet sind.

Dreierlei pornografische Medien

Cyberkriminologe Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger identifiziert hauptsächlich drei Arten von pornografischen Inhalten auf Instagram:

  1. Explizite pornografische Zeichnungen und Comics, die offensichtlich Hardcore-Pornografie darstellen.
  2. Klassische pornografische Bilder und Videos von realen Personen, die oft durch Filter verfremdet werden, um die Erkennung durch Algorithmen zu erschweren.
  3. Verbale Pornografie in Textform auf sogenannten Quotecards.

Diese Inhalte stellen ein ernstes Problem dar, insbesondere wenn man bedenkt, dass auch Minderjährige leicht darauf zugreifen können.

Cybergrooming und Sexbots

Ein noch beunruhigender Aspekt ist das Cybergrooming, bei dem Täter über Instagram Kontakt zu Minderjährigen aufnehmen, um sie sexuell zu belästigen oder sogar zu Treffen zu drängen. Neben realen Tätern gibt es auch sogenannte Sexbots, automatisierte Accounts, die anzügliche Kommentare posten und Nutzer auf pornografische Websites locken wollen.

Instagram behauptet, keinerlei Toleranz gegenüber Inhalten oder Verhaltensweisen zu haben, die die Privatsphäre und Sicherheit von Minderjährigen gefährden. Trotz der Bemühungen, pornografische Inhalte zu erkennen und zu löschen, scheint die Plattform mit der Masse an unangemessenen Inhalten überfordert zu sein.

Elterliche Kontrolle und Jugendschutz

Die Frage, ob Kinder Instagram nutzen sollten, bleibt umstritten. Dr. Rüdiger empfiehlt Eltern, sich mit der Plattform vertraut zu machen, um authentisch mit ihren Kindern über die Risiken sprechen zu können. Für einen verbesserten Jugendschutz können Eltern die Profile ihrer Kinder auf "privat" stellen und persönliche Informationen in der Biografie minimieren.

(VOL.AT)

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