"Polytechnische Schule als Chance, sich zu orientieren, zu lernen und zu reifen"

Landesräting Mennel (ÖVP) machte sich in Bludenz ein Bild.
Landesräting Mennel (ÖVP) machte sich in Bludenz ein Bild. ©VLK
Bludenz. 96 Schülerinnen und Schüler von Vorarlbergs Polytechnischen Schulen zeigen bei den Landeswettbewerben in dieser Woche ihr handwerkliches und kreatives Geschick.

Schullandesrätin Bernadette Mennel zeigte sich bei ihrem Besuch des Bewerbes im Fachbereich Metall am Mittwoch, 27. April, in Bludenz überzeugt vom Stellenwert dieser Schulform. “Die Polytechnischen Schulen bereiten  Jugendliche wie kein anderer Schultyp umfassend auf das Berufsleben vor”, sagte sie.

“Alle Wege offen”

Das Poly bietet Jugendlichen nach Abschluss der Mittelschule oder der AHS-Unterstufe interessante Ausbildungszweige. Durch die engen Kontakte der Schulen zu Betrieben und erfahrenen Praktikerinnen und Praktikern aus Handwerk, Gewerbe, Industrie, Handel und Tourismus bietet sich den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, zu schnuppern und die eigenen Interessen bezüglich des weiteren Bildungsweges zu erkunden.

“Der einjährige Unterricht am Poly gibt den Jugendlichen die Chance, sich zu orientieren, zu lernen und zu reifen. Danach stehen von der dualen Ausbildung, der Möglichkeit zur Berufsreifeprüfung bis hin zum Einstieg in berufsbildende mittlere und höhere Schulen alle Wege offen”, so Landesrätin Mennel.

Ein Viertel wählt das Poly

Rund 25 Prozent aller Pflichtschulabgänger entscheiden sich nach der 8. Schulstufe für eine Polytechnische Schule. An den elf PTS in Vorarlberg werden aktuell insgesamt 1.132 Schülerinnen und Schüler in 68 Klassen unterrichtet, erläuterte Landesschulinspektorin Karin Engstler.

Eine Orientierungsphase zu Beginn des Schuljahres hilft den Schülerinnen und Schülern, sich für jenen Fachbereich zu entscheiden, der ihren Interessen und Fähigkeiten am meisten entgegenkommt – Elektro, Metall, Holz, Bau, Handel & Büro, Dienstleistungen, Tourismus oder Gesundheit & Soziales. Beim Angebot dieser Fachbereiche kann jede Schule individuell auf die Situation und Nachfrage vor Ort Rücksicht nehmen.

Bindeglied zwischen Pflichtschule und Beruf

Neben einer Vertiefung der Allgemeinbildung geht es an der PTS zunehmend auch um die Ausbildung sozialer und persönlicher Kompetenzen. Im Mittelpunkt des praxisnahen Unterrichts steht aber vor allem eine umfassende Berufsorientierung. Dazu gehören auch Firmenexkursionen, Bewerbungsseminare und Berufspraktische Tage in Lehrwerkstätten, Berufsschulen oder Betrieben.

Von der Wirtschaft wird die PTS geschätzt und unterstützt, denn als Bindeglied zwischen dem Abschluss der Pflichtschule und dem Einstieg in das Berufsleben erfüllt sie eine wichtige Brückenfunktion, erklärte Direktor Manfred Sonderegger von der PTS Bludenz.

Die regelmäßigen Kontakte erleichtern es den Betrieben, rechtzeitig geeignete Lehrlinge zu finden, bestätigte auch Liebherr-Lehrlingsausbildner Heinz Lindner: “Viele unserer Lehrlinge kommen vom Poly. Und wir machen gute Erfahrungen mit ihnen.” Die feierliche Siegerehrung zu den Landeswettbewerben der PTS in allen Fachbereichen findet am Dienstag, 3. Mai 2016, im Landhaus in Bregenz statt. (red/VLK)

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