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Polsters Perspektiven

Mit dem neuen Gladbach-Trainer Meyer hat Toni Polster wieder Perspektiven. Kaiserslautern trennt sich von Sforza.

Toni Polster hat beim deutschen Fußball-Zweitligisten Borussia Mönchengladbach wieder eine Zukunft. Nach der Ablöse seines “Intimfeinds” Rainer Bonhof darf der 35-jährige Wiener unter dem neuen Trainer Hans Meyer wieder auf einen Platz in der Standardelf hoffen.

Unter Bonhof war Polster aus dem Kader geflogen. Mangelnde Fitness warf der Trainer seinem Star vor, Polster erlebte den Absturz der Gladbacher ans Tabellenende der zweiten Liga nur vor dem Fernseher. Der als gleichermaßen prinzipientreu wie aufgeschlossen geltende Fußball-Lehrer Meyer sieht die Lage anders.

“Ich weiß nur, dass er 35 Jahre alt ist. Und damit habe ich kein Problem. Wenn der 35-Jährige besser ist als der 20-Jährige, dann spielt der 35-Jährige. Ich kann mir vorstellen, dass er ein wichtiger Spieler für die Mannschaft werden kann”, meinte er zum Thema Polster.

Meyer, der nach dreieinhalb Jahren in den Niederlanden von Twente Enschede geholt wurde, gab sich sogar als Fan der Stimmungskanone zu erkennen. “Wenn ich gefragt werde, mit wem ich am liebsten aus der Mannschaft ein Bier trinken und ein paar nette Stunden verbringen würde, dann ist das Toni Polster”, erklärte der 56-jährige Leipziger bei seiner Antritts-Pressekonferenz am Dienstag.

Die Aufgabe für ihn und die Spieler ist nicht leicht, weiß er. “Die Mannschaft ist besser als ihr Tabellenplatz. Nur zaubern kann ich auch nicht”, so Meyer, der betont: “Borussia Mönchengladbach ist ein guter Name in Deutschland. Hier lebt der Fußball.”

In Kaiserslautern hat der verbale Rundumschlag von Ciriaco Sforza Folgen: Die Kritik an der Trainer-Ikone Otto Rehhagel kostet den Schweizer Nationalspieler den Arbeitsplatz beim 1. FC Kaiserslautern. FCK-Vorstandschef Jürgen Friedrich sagte am Dienstag, der Bundesligist habe den 29-jährigen Mannschaftskapitän nach dessen schweren Attacken gegen den Cheftrainer aufgefordert, sich einen neuen Verein zu suchen.

“Wir haben gerade mal drei Spiele der neuen Saison hinter uns – und schon ist Terror. Das muss so schnell wie möglich beendet werden”, betonte Friedrich, der eine schnelle Trennung von dem Regisseur favorisiert, um “wieder Ruhe” in den Profikader zu bringen. Sforza wird am Freitag von der Schweizer Nationalmannschaft nach Kaiserslautern zurückkehren, aber am Samstag die Reise zum Bundesliga-Auswärtsspiel bei Werder Bremen nicht mitmachen.

Statt dessen soll er allein mit einem der beiden Co-Trainer in Kaiserslautern trainieren. Zu diesem Zeitpunkt wird Sforza auch kein Mannschaftskapitän mehr sein. Rehhagel wird ihn am Freitag absetzen und die Kapitänsbinde an einen seiner Stellvertreter – Martin Wagner oder Olaf Marschall – weitergeben.

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