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Poetisches Duo siegt auf der poolbar-Bühne

Kirmes Hanoi überzeugte auf voller Linie.
Kirmes Hanoi überzeugte auf voller Linie. ©Emir T. Uysal
„Poetry-Slam Oida“ hieß es für die acht Starter in Feldkirch.
Poetry-Slam beim poolbar-Festival (2019)

FELDKIRCH Seit 2003 wird in der poolbar die Poetry-Slam-Meisterschaften zwischen Vorarlberg und Tirol ausgetragen. Da die Nischenszene stetig wächst und das Ländle mittlerweile ihren eigenen Contest hat endete diese Ära. Kein Grund für Veranstalter Markus Köhle und Mieze Medusa nicht zum lyrischen Schlagabtausch zu laden. „Heute gibt es eben keinen klassischen Wettbewerb zwischen den Bundesländern“, erklären sie zu Beginn. Acht Poeten kamen zum verbalen Gefecht auf die poolbar-Bühne. Die Neuheit heuer: Die Teilnehmer durften in Teams antreten. Sieben zufällig erkorene Jurymitglieder sorgten für die Wertung.

 

Beziehungen, Sparbillett und Treuepunkte

Der Auftakt machte das Duo „Mylf“ (Mothers you like to flow with – mit stummen „w“ – Yasmo und Mieze Medusa). Ihr rapangehauchter Auftritt galt als Apell gegen Trump in der Melodie von Eminems „Lose Yourself“. Roswitha Matt ist amtierende Slam-Meisterin in Tirol. Kreativ und sprachgewandt spielte sie mit Worten: Das heiße Date mit ihrem Sepp im lauen „Sepptember“ unter der „Seppsteppdecke“. Dario meldete sich spontan vor dem Event als Poet. In Schweizerdeutsch nahm er sein Heimatland aufs Korn – Stichwort: „Sparbillett“. Weiter ging es mit Hendrik Szanto – ebenfalls im Zug. Der Finne beschrieb seine Fernfahrt nach Wien „die zweit unfreundlichste Stadt der Welt“ und seine erste Begegnung mit einer Nonne in seiner Kindheit. „Spoken words“ zum Thema Liebeskummer hatte Ines Strohmaier dabei. In melancholischer Selbstreflektion regte sie zum Nachdenken an. Erstmals nahm ein poolbar-Mitarbeiter teil: Benjamin, der Sicherheitschef, erzählte von einem nervenaufreibenden Erlebnis mit einer Schmeißfliege. Zum Schluss stellte sich die „lyrische Boyband“ Krimes Hanoi (Jonas Scheiner und erneut Henrik Szanto) vor. Sie unterhielten mit fehlender Sozialkompetenz und politischen Rundumschlag.

 

Maximale Punktezahl

Vier Teilnehmer (inkl. Teams) wurden dann nach der Pause ins Finale gevotet. Mit der maximalen Punktezahl zog Kirmes Hanoi das Publikum erneut in ihren Bann. Sie thematisierten die Gefahren von Rechtspopulismus, verpackt zwischen Werbespots und Teleshopping. Mit dem Aufruf: „Steh auf von der Couch, sonst ist es zu spät“, holten sie sich den heurigen Sieg. ETU

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